Ein Stück Revani: gelbe, mit Zitronensirup getränkte Grießkrume und goldbraune Oberfläche
Vorbereitung20 Min.
Garzeit45 Min.
Portionen12 Stück
KücheTürkisch

Revani: türkischer Grießkuchen mit Zitronensirup

Rezept für türkisches Revani mit Grieß und Joghurt: der türkische Teetisch, Unterschiede zum griechischen Ravani, die richtige Grießkörnung, Zutaten, Backen und das Tränken mit abgekühltem Zitronensirup. Dazu Süße anpassen, klebrigen oder trockenen Kuchen retten, Aufbewahrung und Varianten.

Gesamt: 2 Std. 5 Min.Schwierigkeit: Einfach

Cooking flow

Zubereitung

STEP 11 / 6

Den Sirup kochen

15 Min. (ohne Abkühlzeit)

Klarer Sirup köchelt bei kleiner Hitze im kleinen Topf

300 g Zucker und 375 ml Wasser in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze auflösen. Wenn es kocht, auf kleine Hitze schalten und ohne Deckel etwa 10 Minuten leise köcheln. 15 ml Zitronensaft zugeben und weitere 3 Minuten bei kleiner Hitze kochen. Vom Herd nehmen und an einem sicheren Platz auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Insgesamt etwa 15 Minuten Kochzeit. Der Sirup ist klar und nur leicht dickflüssig. Nicht bis zur Braunfärbung einkochen; wird er gelb oder braun und riecht verbrannt, neu kochen. Heiße Zuckerlösung verursacht leicht Verbrennungen: Kinder fernhalten und den Topf nicht mit bloßen Händen anfassen.

STEP 22 / 6

Eier und Zucker aufschlagen

8 Min.

Schüssel mit aufgeschlagenen Eiern und Zucker, eingeölte Form

Die 30 ml Öl für die Form dünn auf Boden und Seiten verteilen. Den Ofen auf 180 °C vorheizen; diese Vorbereitung dauert etwa 5 Minuten. In einer Schüssel 3 Eier und 200 g Zucker 3 bis 4 Minuten aufschlagen. Es genügt, wenn die Masse etwas heller wird und die Bläschen fein werden. Die Eier erst kurz vor der Verwendung aus dem Kühlschrank nehmen. Nicht lange bei Raumtemperatur stehen lassen, und Geräte wie Hände sauber halten.

STEP 33 / 6

Teig mischen und in die Form gießen

5 Min.

Grieß wird unter den Joghurtteig gemischt

Zu den aufgeschlagenen Eiern die 30 ml Öl für den Teig und 225 g Joghurt geben und vermengen. 165 g Grieß, 25 g Mehl und 4 g Backpulver vorher mischen und zugeben. Dann 3 Tropfen Vanille, etwa 3 g Zitronenschale und 15 ml Zitronensaft. Etwa 3 Minuten mischen: Es reicht ein körniger Teig ohne Klümpchen, der sämig fließt. Sind die Mehle eingearbeitet, nicht weiterrühren, sondern in die Form gießen und glatt streichen. Bei großen Blasen die Form einmal leicht aufklopfen. Nach Zugabe der Mehle die Eier nicht erneut aufschlagen. Nicht lange warten, sondern in den vorgeheizten Ofen schieben.

STEP 44 / 6

Bis zur Mitte backen

25–30 Min.

Goldbraun gebackenes Revani vor dem Anschneiden mit Holzspieß

25 bis 30 Minuten bei 180 °C auf mittlerer Schiene backen. Fertig ist er, wenn die Oberfläche goldbraun ist und die Mitte nicht mehr flüssig wackelt. Einen Holzspieß in die Mitte stechen: Haftet kein feuchter Teig, ist er gut. Sonst 3 bis 5 Minuten nachbacken und erneut prüfen. Bräunt nur die Oberfläche zu schnell, locker mit Alufolie abdecken und das Garen der Mitte beobachten. Die Folie darf die Heizelemente nicht berühren. Nicht bis Dunkelbraun backen. Die heiße Form mit Ofenhandschuhen anfassen und auf eine hitzefeste Unterlage stellen.

STEP 55 / 6

Mit abgekühltem Sirup tränken

5 Min.

Klarer Sirup wird nach und nach über das warme Revani gegossen

Den goldbraun gebackenen Kuchen nach dem Backen etwa 5 Minuten stehen lassen. Der Kuchen ist noch warm, der Sirup auf Raumtemperatur abgekühlt. In dieser Kombination den Sirup mit der Kelle nach und nach über die ganze Oberfläche gießen. Etwa 5 Minuten. Der Trick: erst nachgießen, wenn die Flüssigkeit an der Oberfläche eingezogen ist, damit er bis zu den Rändern gleichmäßig durchzieht. Nicht alles auf einmal gießen. Sammelt sich Flüssigkeit am Boden, aufhören und einziehen lassen. Verwendet wird grundsätzlich der gesamte fertige Sirup, nicht 375 ml, denn das ist die Wassermenge vor dem Kochen.

STEP 66 / 6

Abkühlen und aufschneiden

1 Std. 10 Min.

Erster Schnitt in den mit Sirup getränkten Kuchen

Etwa 1 Stunde für Aufsaugen und Abkühlen einplanen. Staut sich keine Wärme mehr, in den Kühlschrank stellen. Nicht lange bei Raumtemperatur warten. Mit einem sauberen Messer längs in 3 und quer in 4 Teile schneiden, also 12 Stück. Etwa 2 Minuten. Zu warm angehoben zerfällt er leicht. Gelungen ist er, wenn die Krume bis zum Boden saftig ist und ein feines Korn zeigt, statt in einer Sirup-Pfütze zu liegen. Man kann ihn am selben Tag essen oder über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Für die Aufbewahrung gelten die Temperatur- und Zeitbedingungen unten.

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Ingredients

Zutaten

1 / 2

Teig und Form

Zutat Menge Ersatz und Hinweise
Hartweizengrieß 165 g Mit Korn, möglichst mittlere Körnung. Nicht ganz durch Mehl ersetzen
Weizenmehl (Type 405) 25 g Gesiebt. Getrennt vom Grieß abwiegen
Kristallzucker (Teig) 200 g Vom Sirupzucker trennen
Ungesüßter Naturjoghurt 225 g Vollfett, nicht abgetropft. Kein gesüßter oder Fruchtjoghurt
Eier 3 (ca. 150 g ohne Schale) Größe M
Backpulver 4 g Etwa 1 TL. Haltbarkeit und Frische nach dem Öffnen prüfen
Mildes Olivenöl (Teig) 30 ml Oder dieselbe Menge neutrales Pflanzenöl wie Reisöl
Mildes Olivenöl (Form) 30 ml Dünn auf Boden und Seiten verteilen
Vanilleextrakt 3 Tropfen (ca. 0.15 ml) Bei konzentrierten Produkten die Dosierangabe beachten
Geriebene Zitronenschale 1 Zitrone (ca. 3 g) Nur die gelbe Schale. Gut waschen und abtrocknen
Zitronensaft (Teig) 15 ml Zusammen mit dem Sirup 30 ml bereitstellen
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Sirup

Zutat Menge Ersatz und Hinweise
Kristallzucker (Sirup) 300 g Zum Tränken nach dem Backen. Nicht karamellisieren
Wasser 375 ml Menge vor dem Kochen
Zitronensaft (Sirup) 15 ml Zum Schluss des Kochens zugeben
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Ein Nachmittag in der Türkei: ein kleines, dampfendes Glas Tee (çay) und ein Teller mit goldbraunem Kuchen. Schneidet man hinein, sickert Sirup langsam aus der gelben, körnigen Krume. Manche trinken lieber türkischen Mokka dazu. Beim ersten Bissen breitet sich die saftige Süße eines mit Zitronensirup getränkten Teigs aus.

Dieser Kuchen ist Revani. Eine Sirupsüßigkeit mit Grieß; der Teig dieses Rezepts enthält Eier und ungesüßten Joghurt. Kein Sahnekuchen, sondern einer, der erst fertig ist, wenn er nach dem Backen Sirup aufgesogen hat. Es kommt auf die Körnung des Grießes und die Temperatur des Sirups an; mit gewöhnlichem Mehl allein entsteht nicht dieselbe Textur. Warmer Kuchen, abgekühlter Sirup – das ist das Prinzip. Zu Hause brauchen Sie eine flache, hitzefeste Form von 20 × 27 cm mit festem Boden. Für 12 Stück, mit 25 bis 30 Minuten Backzeit und etwa 1 Stunde Tränken und Abkühlen, rechnet man insgesamt etwa 2 Stunden 5 Minuten.

Vom türkischen Tisch zur Sirupsüßigkeit über Grenzen hinweg

Revani in zwölf Stücke geteilt, dazu türkischer Tee auf einem Familientisch

In der Türkei gibt es eine ganze Familie von Süßigkeiten, bei denen gebackener Teig Sirup aufsaugt, und Revani gehört dazu. Man backt ihn in einer Form und schneidet ihn dann in Quadrate oder Rauten. Mit Baklava aus vielen übereinandergelegten dünnen Teigblättern hat er weder in der Arbeit noch im Anschnitt etwas gemein. Eine Sirupsüßigkeit zum Aufschneiden und Teilen, die zur Teestunde wie zum Nachtisch auftaucht. Man isst ihn auch im Ramadan, doch er ist keine Süßigkeit nur für diese Zeit.

Der Grieß mit seinem feinen Korn und die Lockerheit der Eier bilden das Gerüst, dazu kommt die Säure des Joghurts. Die süße Flüssigkeit wird von diesem Teig gut gehalten.

Zur Herkunft des Namens gibt es mehrere Erklärungen. Er wird als seit osmanischer Zeit beliebte Süßigkeit vorgestellt, doch Entstehungsjahr und Erfinder lassen sich mit den Quellen dieses Artikels nicht festlegen. Die türkische Kochbuchautorin Ozlem Warren nennt eine Theorie, die den Namen mit der Eroberung von Jerewan verbindet. Cooking Gorgeous führt neben dieser Theorie auch eine an, nach der er auf den Dichter Revânî aus dem 16. Jahrhundert zurückgeht. Man muss sich nicht entscheiden; es genügt zu wissen, dass es zwei Theorien gibt. In der Küche sind die von Familie zu Familie wechselnden Aromen und regionalen Unterschiede spannender.

Auch Griechenland kennt eine Süßigkeit namens Ravani oder Revani, bekannt etwa als Spezialität aus Veria im Norden. Cooking Gorgeous vergleicht den türkischen Typ mit Joghurt mit einem griechischen, der oft ohne auskommt. Das auf der griechischen Kochseite 30 days of Greek food veröffentlichte Rezept enthält jedoch Joghurt. Am Ländernamen allein lässt sich also nicht festmachen, ob Joghurt hineingehört. Mehr als das Land unterscheiden sich die Mengenverhältnisse, von Familie zu Familie und Rezept zu Rezept. Zu behaupten, die griechische Version sei immer mit Honig und die türkische immer mit Blütenduft, wäre ebenfalls voreilig. Auch innerhalb der Türkei nehmen manche Familien Zitrone, andere Orange, und Fett wie Grießkörnung variieren. Hier wird ein Teig mit Zitrone und Öl gebacken.

Auch die ägyptische Basbousa verbindet Grieß und Sirup. Das Revani dieses Rezepts ist jedoch ein Teig aus aufgeschlagenen Eiern. Basbousa wird oft ohne Eier gemacht, und ihre Textur unterscheidet sich von der Lockerheit eines Revani mit Eiern (ohne zu behaupten, dass Basbousa überall ohne Eier ist). Sehen Sie sie nicht als zwei Namen derselben Süßigkeit, sondern vergleichen Sie beim Backen Aufschlagen, Körnung und Duft.

Wissenswertes

Zum Aromatisieren von Revani gibt es neben Zitrone Rezepte mit Orangenschale, Rosenwasser oder Orangenblütenwasser. Manchmal wird er mit gemahlenen Pistazien oder Kokos verziert, notwendig ist das nicht. Die Grundform dieses Artikels ist nur mit Zitrone, ohne Nüsse, Blütenwasser oder Kokos. Lesen Sie die Varianten weiter unten getrennt von der Grundmischung.

Beim Einkauf geht es zuerst um den Grieß. Grieß wird aus Hartweizen hergestellt; manchen findet man für Pasta oder Couscous, die Körnung steht auf der Packung. Auf Türkisch heißt er irmik, ein guter Suchbegriff. Für die Hausmengen dieses Artikels ist mittlere Körnung der Richtwert. Ozlem Warrens Beispiel verwendet groben, Cooking Gorgeous mittleren Grieß; die Körnung allein entscheidet nicht über Echtheit. Feiner Grieß gibt ein feineres Mundgefühl, grober ein deutlicheres Korn. Die Körnung gleicht man nicht durch längeres Backen aus. Prüfen Sie die Körnung des Grießes, bevor Sie wählen. Eier, Naturjoghurt, Zucker, Zitrone und Mehl gibt es im Supermarkt. Beim Grieß lohnt der Vergleich der Sorten im Supermarktregal, im türkischen Laden oder online.


Zutaten (für 12 Stück)

Grieß, Mehl, Zucker, Joghurt, drei Eier, Zitrone, Öl und Wasser bereitgestellt

Eine Form von 20 × 27 cm, mindestens 4 cm tief, mit festem Boden und hitzefest. Ergibt 12 Stück. Da kalter Sirup über eine heiße Form gegossen wird, ist eine Metallform praktischer. Die Mengen sind für den Haushalt angepasst. Der Zucker teilt sich in 200 g für den Teig und 300 g für den Sirup, das Öl in 30 ml für den Teig und 30 ml für die Form. Teig und Sirup trennen – schon beim Abwiegen daran denken. Die 25 g Mehl entsprechen als Gewicht den 3 Esslöffeln des Originalrezepts. Öl- und Joghurtmengen nicht mit denen anderer Rezepte mischen. Zeit: etwa 20 Minuten für den Teig, etwa 15 für den Sirup, etwa 30 Backzeit und etwa 1 Stunde Abkühlen.

Die einzige Spezialzutat, die man zuerst besorgen sollte, ist Grieß. Er sorgt für ein anderes Korn als ein reiner Mehlbiskuit. Suchen Sie ihn unter dem allgemeinen Namen und prüfen Sie Körnung, Verwendungszweck und Weizenangabe. Außerdem ungesüßten Naturjoghurt nicht abgetropft (griechischer Joghurt) wählen. Wasser und Dichte würden sich ändern; backen Sie zuerst genau nach Zutatenliste.

Achtung

Grieß und Mehl enthalten Weizen, Eier Ei, Joghurt Milch. Glutenfrei ist der Kuchen nicht. Bei Varianten mit Pistazien oder Eis auch deren Allergene prüfen. Formen mit abnehmbarem Boden lassen leicht Sirup auslaufen; wählen Sie grundsätzlich eine Metallform mit festem Boden. Für Temperaturgrenze und Handhabung der Form gelten die Angaben des Herstellers.

Tipp

Backt man dieselbe Menge in einer quadratischen 20-cm-Form, wird der Teig wegen der kleineren Fläche dicker. Dieselbe Backzeit garantiert dann nicht, dass er bis zur Mitte durchgebacken ist. Bei einer anderen Form keine feste Minutenzahl erzwingen, sondern am in die Mitte gestochenen Holzspieß prüfen, ob feuchter Teig haftet, und danach nachbacken. Nur Formen mit festem Boden verwenden, nicht randvoll füllen und etwa die halbe Höhe frei lassen.

Zubereitung

Der Schlüssel zur Reihenfolge: zuerst den Sirup kochen. Während er kocht, wird der Teig vorbereitet und gebacken. Den Sirup zuerst abkühlen lassen vermeidet den Fehler, Kuchen und Sirup beide heiß zusammenzubringen. Den Ofen auf 180 °C vorheizen, gebacken wird auf mittlerer Schiene. Bräunung und Garen in der Mitte unterscheiden sich je nach Gerät; beobachten Sie den Kuchen.

Tipp

Vor und nach dem Backen schaut man auf Verschiedenes. Ist in der Mitte noch roher Teig, ihn nicht unter Sirup verstecken, sondern nachbacken. Ist der gebackene Teig nur trocken, lässt sich das über das Aufsaugen des Sirups ausgleichen. Rohen Teig rettet Sirup nicht. Auch beim Temperaturunterschied keine exakte Zahl festlegen: warmer Kuchen und abgekühlter Sirup sind der Richtwert.

Tipp

Wer die Süße fürchtet, prüft trotzdem zuerst mit der Grundmischung, wie der Sirup aufgenommen wird. Es ist eine süße Spezialität; man kann kleinere Stücke schneiden und ein ungesüßtes Getränk dazu reichen. Wird der Sirup stark reduziert, sinkt mit der Süße auch die Feuchtigkeit, und der Kuchen trocknet leicht aus. Ob eine Variante mit nur stark reduziertem Zucker gelingt, ist nicht garantiert. Wer die Süße ändert, sollte damit rechnen, dass sich auch Aufnahme und Textur ändern.

Klebrig oder trocken: vor dem Anschneiden unterscheiden

Goldbraune Oberfläche und gleichmäßig saftige Grießkrume

Ziel ist eine leicht glänzende Oberfläche und eine feuchte Schnittfläche, die dennoch ihre quadratische Form hält. Ein Korn, das zerfällt, und eine Krume, die vor Flüssigkeit einbricht, sind nicht dasselbe. Die Schnittfläche erst nach dem Abkühlen prüfen: ein Stück ansehen, wenn der Kuchen ganz kalt ist. Nicht gleich nach dem Sirup auf Misslingen schließen, sondern das Aufsaugen abwarten. Aber nicht über die Aufbewahrungsgrenzen hinaus bei Raumtemperatur warten.

Was passiert ist Mögliche Ursachen Rettung, was man ändert
Sirup bleibt am Boden Auf einmal gegossen, zu kurz gewartet, andere Formgröße Nichts mehr zugeben. Im Kühlschrank durchziehen lassen, beim Servieren überschüssige Flüssigkeit nicht mitnehmen
Teig klebt und zerfällt Beides heiß zusammengebracht, Mitte nicht gar Kühlen und prüfen, ob die Form fest wird. Wenn roh, nicht so essen; nächstes Mal beim Backen mit dem Spieß prüfen
Mitte trocken, nur Ränder süß Sirup nur an die Ränder gegossen, zu lange gebacken Restlichen Sirup nach und nach auf trockene Stellen geben. Kein reines Wasser darübergießen
Mehlige Klümpchen Mehle ungleichmäßig gemischt Nach dem Backen nicht mehr zu retten. Nächstes Mal Mehle vorher mischen
Nur die Oberfläche dunkel Oberhitze zu stark, Form tief, Mitte gart langsam Beim Backen mit Folie abdecken und die Mitte prüfen

Ist der gebackene Kuchen etwas trocken, vom restlichen Sirup dieses Rezepts teelöffelweise (5 ml) auf die trockene Stelle geben, einige Minuten warten und beobachten. Das ist ein Richtwert für zu Hause. Nur wenig auf einmal nachgeben: Viel Flüssigkeit nach dem vollständigen ersten Tränken macht die Außenseite zu nass, und reines Wasser sollte man meiden. Verbrannter Geschmack, Mehlklümpchen oder deutlich rohe Stellen lassen sich mit Süße nicht überdecken. Einen solchen Kuchen nicht als essbar ansehen.

Häufige Fragen

Kann man den Grieß durch Mehl allein ersetzen? Ersetzt man alles, ändern sich Korn und Aufnahme; es wird nicht dasselbe Revani. Feiner Hartweizengrieß gibt eine feinere Textur, ist aber trotz Weizen kein Mehl. Prüfen Sie Zutaten und Körnung auf der Packung.

Muss der Joghurt abgetropft werden? Die 225 g der Grundmischung sind gewöhnlicher ungesüßter Naturjoghurt, ohne Abtropfen. Ersetzt man ihn durch dieselbe Menge abgetropften Joghurt, ändert sich die Wassermenge. Kein Wasser oder Milch nach Gefühl ergänzen, sondern normalen Joghurt nehmen.

Gibt es Schärfe oder Blütenduft? Die Grundmischung enthält weder Chili noch Blütenwasser. Es duftet nach Zitrone und etwas Vanille. Es gibt Rezepte mit Blütenwasser, doch nicht jedes Revani jeder Region duftet so. Wer diese Aromen nicht mag, bleibt bei der Zitronen-Grundform.

Kann man ihn am Vortag für Gäste backen? Ja: getränkt und gekühlt kommt er am nächsten Tag auf den Tisch. Transport oder langes Präsentieren bei Raumtemperatur sind andere Bedingungen. Nur herausnehmen, was gegessen wird, den Rest gekühlt lassen.


Am Tisch mit Tee, und das Stück für morgen

Kleine Stücke Revani auf zwei Teller verteilt, dazu türkischer Tee

In der Türkei isst man ihn zu Tee oder türkischem Mokka. Zu Hause passt ein ungesüßtes Getränk am besten: ungesüßter Tee oder Kaffee. Da der Teig reichlich Sirup enthält, zunächst ein kleines Stück schneiden. Nicht viel zusätzlichen Sirup auf den Teller gießen. Die Grundform ist ohne Nüsse; mit Eis oder Verzierung kommen weitere Süße und Allergene hinzu.

Fünf Aromavarianten

Die folgende Tabelle enthält Vorschläge für zu Hause, die man ausprobiert, wenn die Zitronen-Grundform gelingt. Es sind keine repräsentativen Mengen einzelner Regionen. Wer Sirupmenge und Zucker festhält und jeweils nur eine Stelle ändert, erkennt den Unterschied zur ursprünglichen Textur leichter. Rosen- und Orangenblütenwasser nur in Lebensmittelqualität verwenden, keine kosmetischen Produkte.

Variante Menge und Stelle, die man ändert Unterschied zur Grundform
Orangenschale 3 g Zitronenschale durch 3 g Orangenschale ersetzen. Zitronensaft beibehalten Die Säure bleibt, der Schalenduft ändert sich
Mit Pistazien 12 g ungesalzene Pistazien hacken und nach dem Schneiden darüberstreuen Grüne Farbe und Biss. Kennzeichnung der Schalenfrüchte prüfen
Mit Kokos 12 g ungesüßte Kokosraspel nach dem Schneiden darüberstreuen Bringt Aroma auf die Oberfläche, ohne den Teig zu ändern
Rosenduft Ab 1 ml Rosenwasser in Lebensmittelqualität in den abgekühlten Sirup. Dosierangabe beachten Zitrone bleibt, Blütenduft kommt dazu. Bei starken Produkten noch weniger
Mit Eis 20 g Vanilleeis je Stück kurz vor dem Essen Kälte und Milcharoma. Nicht mit dem restlichen Kuchen zusammen aufbewahren
Wissenswertes

Mit übrigem Grieß lassen sich weitere türkische Süßigkeiten machen. İrmik Helvası ist kein gebackener Kuchen, sondern eine Süßigkeit aus geröstetem Grieß. Wer eine andere Textur der Sirupsüßigkeiten kennenlernen möchte, versucht Baklava aus dünnen, geschichteten Teigblättern. Die Links unten beantworten zwei Fragen: was man mit Grießresten macht und wie man Sirupsüßigkeiten vergleicht.

Aufbewahrung und Vorbereitung

Nach dem Tränken ist Aufbewahrung im Kühlschrank die sichere Grundregel. In einer sauberen Dose mit Deckel, Kühlschrank bei 4 °C oder darunter. Für dieses Hausrezept gelten gekühlt 2 bis 3 Tage, eingefroren, einzeln verpackt, 2 Wochen. Das ist keine garantierte Haltbarkeit, sondern ein kurzer, qualitätsorientierter Richtwert. Zum Einfrieren nach dem Abkühlen luftdicht verpacken und über Nacht im Kühlschrank auftauen. Nicht wiederholt herausnehmen und zurücklegen.

Achtung

Nach den allgemeinen Richtlinien der US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA für kühlpflichtige Lebensmittel bleiben diese höchstens 2 Stunden bei Raumtemperatur, bei über 32 °C höchstens 1 Stunde. Der Kühlschrank soll 4 °C oder weniger haben. Dieses Rezept enthält Eier und Milch und bekommt nach dem Backen Flüssigkeit; lange Lagerung bei Raumtemperatur wird nicht empfohlen. Die Zeit des Tränkens zählt zur Zeit bei Raumtemperatur. In einer warmen Küche nicht warten, bis er bei Raumtemperatur ganz kalt ist, sondern ihn, sobald er sich handhaben lässt, in der flachen Form in den Kühlschrank stellen. Bei Schimmel oder ungewöhnlichem Geruch wegwerfen. Aussehen und Geruch allein genügen nicht, um die Sicherheit zu beurteilen. Rohen Kuchen nicht probieren.

Nährwerte als Richtwert

Ein Stück von 12 aus der Grundmischung: etwa 270 kcal, 4 g Eiweiß, 5 g Fett und 54 g Kohlenhydrate. Es sind berechnete Werte, die sich mit aufgenommenem Sirup, in der Form verbliebenem Öl und Schnitt ändern. Pistazien, Kokos und Eis sind nicht enthalten. Es sind keine Messwerte, und sie behaupten keine gesundheitliche Wirkung.

Quellen