Frittierte Apfelringe mit Zimtzucker auf einem Teller, dazu Vanillesauce: Apfelküchle
Vorbereitung25 Min.
Garzeit20 Min.
Portionen4 Portionen
KücheSüddeutsch und österreichisch

Apfelküchle aus Österreich: frittierte Apfelringe mit Zimtzucker

Rezept für Apfelküchle (Apfelradl) aus Süddeutschland und Österreich: Dicke der Apfelringe, leichter Backteig, Öltemperatur, Zimtzucker und Vanillesauce einfach erklärt.

Gesamt: 45 Min.Schwierigkeit: Einfach

Cooking flow

Zubereitung

STEP 11 / 5

Die Äpfel in Ringe schneiden

8 min

Entkernte Äpfel werden in dicke Ringe geschnitten

Ohne Hitze. Die Äpfel gut waschen, mit einem Kernhausausstecher das Kerngehäuse entfernen und dann in 8 mm bis 1 cm dicke Ringe schneiden. Ohne Ausstecher erst die Ringe schneiden und die Mitte mit einem kleinen Messer rund ausstechen. Die Ringe mit 1 EL Zitronensaft dünn benetzen und die Oberfläche mit Küchenpapier trockentupfen. Bleibt Wasser zurück, rutscht der Teig ab, und das Öl spritzt.

STEP 22 / 5

Den Teig anrühren und kurz ruhen lassen

10 min

Teig mit Sprudelwasser in einer Schüssel verrührt, Bläschen und Zähflüssigkeit sind zu sehen

Ohne Hitze. In einer Schüssel 140 g Mehl, 20 g Speisestärke, 1 EL Zucker und 1 g Salz mischen. In einem zweiten Gefäß 1 Ei, 120 ml Milch, 60 ml Sprudelwasser und 10 g geschmolzene Butter verrühren und zum Mehl geben. Mit dem Schneebesen etwa 30 Sekunden rühren, bis kein Mehl mehr zu sehen ist; der Teig soll vom Löffel in einem dicken Strang fallen. Zu langes Rühren macht ihn schwer, einige kleine Klümpchen dürfen bleiben. 5 Minuten ruhen lassen.

STEP 33 / 5

Die Äpfel dünn mit Mehl bestäuben

6 min

Apfelring wird durch den Teig gezogen, überschüssiger Teig tropft ab

Ohne Hitze. Beide Seiten der Ringe mit 1 EL Mehl dünn bestäuben und überschüssiges Mehl abklopfen. Etwas Mehl in der Mitte des Rings hilft, dass der Teig besser haftet. Den Apfel durch den Teig ziehen, mit Stäbchen oder Gabel anheben, 2 Sekunden warten und überschüssigen Teig abtropfen lassen. Verschließt der Teig das Loch in der Mitte ganz, mit 2 TL Milch verdünnen.

STEP 44 / 5

Bei 170–175 °C ausbacken

12 min

Teigummantelte Apfelringe werden in wenig Öl ausgebacken, Bläschen steigen auf

In einer dickwandigen Pfanne 2 cm hoch Öl bei mittlerer Hitze auf 170–175 °C erhitzen. Als Anhaltspunkt lässt man etwas Teig hineintropfen: Er soll nicht auf den Boden sinken, sondern mit feinen Bläschen aufsteigen. Je 3 Apfelringe einlegen, bei mittlerer Hitze halten und auf der ersten Seite 2 Minuten, nach dem Wenden 1 1/2 bis 2 Minuten backen. Herausnehmen, wenn die Oberfläche hellgoldbraun ist und die Bläschen am Rand fein und ruhig geworden sind. Über 180 °C die Hitze zurücknehmen und das Öl vor dem nächsten Durchgang wieder auf Temperatur bringen.

STEP 55 / 5

Abtropfen lassen und noch heiß im Zimtzucker wenden

5 min

Frittierte Apfelringe tropfen auf einem Gitter ab und werden mit Zimtzucker bestreut

Hitze ausschalten. Die Apfelringe auf ein Gitter legen und etwa 30 Sekunden abtropfen lassen. 40 g Kristallzucker und 1 TL Zimt mischen und beide Seiten damit bestreuen, solange die Oberfläche noch warm ist. Heiß ist der Teig etwas weich; beim Abkühlen wird die Außenseite fester. Beim Anrichten nicht zu hoch stapeln, Vanillesauce oder Eis daneben geben, damit der Teig nicht durchweicht.

0 / 0
Ingredients

Zutaten

1 / 2

Äpfel und Teig

Zutat Menge Aufgabe und Hinweise
Äpfel 4, etwa 650 g Säuerliche Sorten bevorzugen (Jonathan, Jonagold, Fuji usw.)
Zitronensaft 1 EL Verhindert das Braunwerden und rundet die Süße ab
Weizenmehl (Type 405) 140 g Basis des Teigs
Speisestärke 20 g Macht die Oberfläche etwas leichter. Ersatzweise 20 g Weizenmehl
Ei 1, etwa 55 g Bindet den Teig und gibt Farbe
Milch 120 ml Flüssigkeit für den Teig
Sprudelwasser 60 ml Macht den Teig leichter. Auch 60 ml Bier möglich
Zucker 1 EL Für die Bräunung
Salz Eine Prise, etwa 1 g Rundet die Süße ab
Ungesalzene Butter 10 g Geschmolzen in den Teig geben. Ohne Butter: 2 TL neutrales Öl
Frittieröl 2 cm hoch in der Pfanne Reis- oder Rapsöl o. Ä. Etwa 500–600 ml
2 / 2

Zum Abschluss und zum Servieren

Zutat Menge Verwendung
Kristallzucker 40 g Frisch aus dem Öl darüberstreuen
Zimtpulver 1 TL Mit dem Zucker mischen
Puderzucker 2 TL Dünn darübersieben. Kann entfallen
Vanilleeis oder Vanillesauce 120 g Für den Temperaturkontrast zum warmen Apfel
0 / 0

Apfelringe ausbacken, und schon liegt eine andere Stimmung über dem Tisch

Am Frittiertag braucht die Küche ein wenig Entschlossenheit: Öl erhitzen, Mehl stäuben, am Ende rund um die Pfanne alles abwischen. Gerade deshalb ist der Duft, wenn der Apfelring durch den Teig gezogen ins Öl gleitet, eine ganz andere Freude als bei einem gewöhnlichen Gebäck aus dem Ofen.

Apfelküchle sind ein ausgebackenes Apfelgebäck, das in Baden-Württemberg und rund um Schwaben im Süden Deutschlands beliebt ist. In Österreich heißen ähnliche Gerichte Apfelradl, Apfelradln oder Apfelkiachl. Immer wird der Apfel entkernt, in Ringe geschnitten, durch Teig gezogen, in heißem Fett aufgebläht und zuletzt mit Zimtzucker bestreut.

Schwierig sind zu Hause weniger die Zutaten als Dicke und Öltemperatur. Zu dünne Äpfel verlieren unter dem Teig ihre Säure, zu dicke bräunen außen, während die Mitte roh bleibt. Ist das Öl zu kalt, wird der Teig schwer; ist es zu heiß, wird nur die Außenseite braun. Damit es auch in der normalen Pfanne gelingt, gelten hier Äpfel von 8 mm bis 1 cm und Öl bei 170–175 °C als Richtwerte.

Unter den süßen Mehlspeisen setzt die belgische Waffel (auf Japanisch) auf Hefeteig und das Aroma aus dem Eisen. Bei den Apfelküchle wird dagegen der Apfel selbst erwärmt, und Säure und Saft bleiben im Teig eingeschlossen. Als leichtes Mittagessen passen sie nach einer Suppe oder zum bayerischen Kraut (auf Japanisch), sodass die Mahlzeit nicht nur aus Süßem besteht.

Zum Namen

Im Deutschen ist Apfel die Frucht, und Küchle ist eine mundartliche Bezeichnung für kleine Kuchen oder Gebäck. In Österreich spricht man auch von Apfelradl, wörtlich dem „Apfelrad“. Dieser Artikel folgt dem Namen Apfelküchle und fasst das Rezept für zu Hause zusammen, wobei auch österreichische Apfelradl-Rezepte berücksichtigt sind.

Zutaten (4 Portionen)

Äpfel, Mehl, Eier, Milch, Sprudelwasser, Zimt, Zucker, Öl und Thermometer in der Küche angerichtet

Allergene und Hinweis zum Öl

Das Rezept enthält Weizen, Ei und Milch. Das Öl ist über 170 °C heiß: Bleibt Wasser an den Äpfeln, spritzt es. Mit kleinen Kindern darf gemeinsam gearbeitet werden, bis die Äpfel geschnitten sind; das Frittieren übernehmen Erwachsene.

Was man beachten und was man ersetzen darf

Säuerliche Äpfel, Teig mit Sprudelwasser und Zimtzucker: die Auswahl für Apfelküchle

Für Apfelküchle muss man keine Zutaten importieren. Wichtig sind säuerliche Äpfel, ein Teig, der nicht zu stark aufgeht, heißes Öl und Zimtzucker, der gleich nach dem Frittieren aufgebracht wird. Österreichische Apfelradl-Rezepte arbeiten meist mit einem dünnen Teig aus Milch und Ei; im Süden Deutschlands gibt es auch Teige mit Bier, Hefe oder Fruchtwein. Zu Hause macht etwas Sprudelwasser oder Bier den Teig leichter und handlicher.

Frage Näher am Original Einfacher zu Hause
Äpfel Große säuerliche Äpfel in eher dicken Ringen Bei Fuji etwas mehr Zitronensaft, nicht zu dünn schneiden
Teig Bier oder Sprudelwasser für Leichtigkeit 60 ml Sprudelwasser für ein milderes Aroma
Fett Frittieren in Butterschmalz Reis- oder Rapsöl, den Buttergeschmack erst zum Schluss ergänzen
Abschluss Zimtzucker, Puderzucker, Vanillesauce Zimtzucker allein genügt
Servieren Warmer Imbiss oder süße Hauptmahlzeit Als Snack 2 Stück, als Mittagessen nach einer Suppe 3 Stück

Jonathan ist ideal, aber nicht zu jeder Jahreszeit erhältlich. Bei den süßeren Sorten Fuji und Jonagold sollten Sie die Ringe gut mit Zitronensaft benetzen. Sehr aromatische, weiche Sorten zerfallen in der Mitte leicht, daher schneidet man sie sicherheitshalber nicht dünner als 8 mm.

Der Teig wird nicht so süß wie Pfannkuchenteig. Mehr Zucker färbt schneller, verdeckt aber die Apfelsäure und verbrennt leicht im Öl. Legen Sie die Süße in den Zimtzucker am Ende; so bleibt mehr Saft im Teig.

Servieren und Menü: süße Hauptmahlzeit oder warmes Dessert

Apfelküchle, Vanillesauce, Kaffee und Suppe auf dem Tisch: warm gegessen

Apfelküchle isst man frisch aus dem Öl. Außen sind sie leicht, innen wird der Apfel durch die Hitze etwas durchscheinend, und beim Einstechen mit der Gabel tritt der Saft aus. Bleibt der Zucker lange auf dem Teig, wird die Oberfläche feucht, deshalb erst kurz vor dem Servieren fertigstellen.

Süße Mehlspeisen aus Süddeutschland und Österreich sind nicht nur Dessert, sondern können auch eine leichte Hauptmahlzeit sein. Zum Mittagessen reichen Sie zuerst eine Gemüse- oder klare Suppe und danach 2 bis 3 Apfelküchle. Als Snack rechnen Sie 2 Stück pro Person, dazu Kaffee oder Tee.

Als Beilage eignen sich Vanilleeis, Vanillesauce, leicht geschlagene Sahne oder Naturjoghurt. Für weniger Süße mischen Sie 100 g Joghurt mit 1 TL Zitronensaft und 1 TL Zucker; das passt gut zur Säure des Apfels. Anders als bei der Pavlova aus Neuseeland (auf Japanisch), die reichlich Sahne trägt, bleibt man hier besser bei einer Menge, die den warmen Teig nicht durchweicht.

Aufbewahren empfehlen wir nicht. Bleibt doch etwas übrig, stellen Sie es vor dem Zimtzucker kühl und wärmen es am nächsten Tag 5 Minuten im Toaster oder Ofen bei 180 °C auf. In der Mikrowelle allein wird der Teig wieder weich; zum Aufwärmen ist der Toaster besser als kurzes Erhitzen in der Mikrowelle.

Typische Fehler

Vergleich von blassen, verbrannten und richtig gebräunten Apfelküchle

Was passiert Ursache Abhilfe
Der Teig löst sich Apfel zu feucht, nicht bemehlt Nach dem Zitronensaft trockentupfen und dünn bemehlen
Schwer und matschig Öl zu kalt, Teig zu dick Vor dem Einlegen wieder auf 170 °C bringen, Teig mit 2 TL Milch verdünnen
Nur außen verbrannt Öl zu heiß, zu viel Zucker Auf unter 175 °C senken, Zucker im Teig auf höchstens 1 EL begrenzen
Apfel noch roh Zu dick, zu kurz gebacken Höchstens 1 cm dick schneiden, je 2 Minuten pro Seite einplanen
Zu süß Süße Äpfel, zu viel Puderzucker Mehr Zitronensaft, zum Schluss nur Zimtzucker

Der häufigste Fehler ist, den Teig für einen schönen runden Ring zu dick zu machen. Apfelküchle sind keine Krapfen, sondern Apfelringe mit dünnem Teigmantel. Es reicht, wenn man die Form des Apfels durch den Teig noch erkennt.

Ohne Thermometer halten Sie die Spitze eines Holzlöffels oder von Stäbchen ins Öl und sehen nach, ob sofort feine Bläschen aufsteigen. Das ist nur ein Anhaltspunkt. Probieren Sie mit einem kleinen Randstück: Wird es in 2 Minuten dunkelbraun, ist das Öl zu heiß; ist es nach 3 Minuten noch weiß, ist es zu kalt.

FAQ und herangezogene Quellen

Aufgewärmte Apfelküchle, separat gereichter Zimtzucker und eine Toasterschale: Aufbewahren und Aufwärmen

Muss man die Äpfel schälen?

Mit Schale geht es auch. Die Schale hilft dem Ring, seine Form zu behalten, und der rote Rand sieht hübsch aus. Stört Sie das Mundgefühl der Schale oder ist die Oberfläche gewachst, schälen Sie die Äpfel. Mit Schale gut waschen und nur den harten Teil um das Kerngehäuse sauber ausstechen.

Geht es auch ohne Bier?

Ja. In diesem Artikel wird Sprudelwasser verwendet. Bier macht das Aroma etwas herber und rückt den Teig näher an die süddeutsche Art. Für Kinder oder ein milderes Aroma ist Sprudelwasser praktischer.

Kann man es im Ofen oder in der Heißluftfritteuse machen?

Das Ergebnis ist ein anderes. Der Teig soll im Öl auf einmal fest werden; im Ofen kommt man eher zu einem Apfelpfannkuchen. Wer kein Öl möchte, wechselt zu einer Pfanne mit wenig Butter, mittlerer bis niedriger Hitze und dünnem Teig. Die Leichtigkeit des Frittierens fehlt, aber als Snack für zu Hause funktioniert es.

Kann man sie kalt in die Brotdose packen?

Wir empfehlen es nicht. Die Feuchtigkeit des Apfels weicht den Teig auf, und der Zimtzucker löst sich. Für ein Buffet lassen Sie die Küchle auf dem Gitter abkühlen und nehmen den Zucker in einer eigenen Tüte mit, um ihn erst vor dem Essen darüberzustreuen.

Was passt dazu, damit es authentischer wirkt?

Zimtzucker allein genügt, mit Vanillesauce oder einer leichten Weinsauce kommt man der süddeutschen Tafel näher. Für österreichischen Stil leicht Puderzucker und Zimt darüberstäuben und warm servieren. Als Mahlzeit stellen Sie vorher eine Suppe auf den Tisch; dann lässt sich die süße Hauptspeise leichter genießen.

Herangezogene Quellen

  • Schmeck den Süden: Apfelküchle - Stellung in Baden-Württemberg, Dicke der Äpfel, Teige mit Bier oder Hefe, Zimtzucker und Kontext der Chaudeau-Sauce.
  • Ja! Natürlich: Apfelradl - Apfelradl auf österreichischer Seite: säuerliche Äpfel, Teig aus Milch und Ei, Variante im Fett oder in der Pfanne.
  • Salzburg schmeckt: Apfelradln - Stellung als süße Hauptspeise und Dessert in Österreich, Servieren mit Suppe oder Salat.
  • Wikipedia: Apfelküchle - Namensunterschiede (Apfelküchle, Apfelradl, Apfelkiachl) und Verbreitung in Süddeutschland und Österreich.