Türkische Ezme in einer flachen Schale, mit Fladenbrot und einem gegrillten Fleischgericht
Vorbereitung35 Min.
Portionen4 Portionen
KücheTürkisch

Ezme: Türkischer scharfer Hacksalat

Ezme ist ein scharfer, fein gehackter Salat, ein Klassiker der türkischen Meze. Abtropfen der Tomaten, die Feinheit des Hackens mit dem Messer, Granatapfelsirup, Sumach, die Wahl der Chilis, Ersatzzutaten, Vorbereiten und Servieren zu Kebab oder Lahmacun, für die Alltagsküche.

Gesamt: 35 Min.Schwierigkeit: Einfach

Ingredients

Zutaten

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Zutaten

Zutat Menge Ersatz und Hinweise
Reife Tomaten 400 g Etwa 3 mittelgroße. Mit Kirschtomaten 450 g
Rote Paprika 80 g Ersetzt die türkische Kapya Biber. Mit Haut
Milde grüne Spitzpaprika oder grüne Paprika 60 g 8 Spitzpaprika oder 2 grüne Paprika
Grüne Chili 1 (8 g) Entkernen, wer Schärfe nicht mag
Zwiebel 80 g Rote Zwiebel geht. Ist sie scharf, in Wasser legen
Knoblauch 1 Zehe (5 g) 1/2 Zehe für einen dezenteren Duft
Glatte Petersilie 25 g Krause Petersilie geht. Koriander lenkt in eine andere Richtung
Tomatenmark 1 EL Mit passierten Tomaten 2 EL
Rote Paprikapaste 2 TL Ersatzweise 2 TL Tomatenmark und 1 TL Paprikapulver
Granatapfelsirup 1 1/2 EL Ohne ihn 2 TL Zitronensaft mehr
Zitronensaft 1 EL Zum Schluss nachjustieren
Olivenöl 3 EL 1 EL zum Vollenden zurückbehalten
Sumach 1 TL Bildet eine Säureschicht. Ersatzweise etwas Zitronenschale
Grob gemahlene Chili 1/2 TL Ersetzt Pul Biber. Mit der Hälfte beginnen
Getrocknete Minze 1/2 TL Zu viel erinnert an Zahnpasta
Salz 3/4 TL Nach dem Abtropfen anpassen
Schwarzer Pfeffer 1/4 TL Zum Vollenden
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In der Küche einen roten Duft hacken

Hackt man Tomaten, breitet sich roter Saft auf dem Brett aus. Kommen grüne Chili, Zwiebel, Petersilie, Sumach und Granatapfelsirup dazu, wird daraus kein einfacher Tomatensalat, sondern das kleine, scharfe und säuerliche rote Schälchen vom Kebabstand. Ezme (Acılı Ezme) ist ein sehr fein gehackter Salat, der oft unter den türkischen Meze serviert wird.

Im Namen bedeutet acılı „scharf“ und ezme „Zerdrücktes, fein Zerkleinertes“. Tomate, Chili, Zwiebel und Petersilie werden fein gehackt und mit Granatapfelsirup, Zitrone, Sumach, einem Pul Biber ähnlichen Chili und Olivenöl verbunden. Man denkt an eine Salsa, doch das Türkische liegt in der Art, die Säure aufzubauen. Statt nur mit Zitrone aufzuhellen, schichtet man die süß-saure Granatapfelnote und die trockene Säure von Sumach.

Auch das Kültür Portalı des türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus stellt das Acılı Ezme aus Adana vor, mit Tomate, Frühlingszwiebel, Petersilie, Biber Salçası, Knoblauch, Sivri Biber, Minze, roter Chili, Zitronensaft oder Nar Ekşisi und Olivenöl. Dieser Artikel bewahrt diese Zutatenachse vor Ort und ersetzt sie durch leicht erhältliches Gemüse und Würzmittel.

Ezme glänzt weniger allein als neben Fleisch und Brot. Sie macht das Fett von Köfte (auf Japanisch) leichter und hebt auf einem Lahmacun (auf Japanisch) das Röstaroma des Teigs. Sie passt auch zu Spießen wie Cağ Kebabı (auf Japanisch) oder, bei Hülsenfrüchten, zu Piyaz (auf Japanisch). Zu Hause verändert sie neben gegrilltem Fleisch, gegrilltem Hähnchen oder gesalzener gegrillter Makrele die Stimmung auf dem Teller ein wenig.

Was eine echte Ezme ausmacht

Auf der Zutatenliste wirkt Ezme einfach. Beim Ausprobieren passieren aber oft Fehler: „zu wässrig“, „nur scharf“, „süß wie Ketchup“. Worauf es ankommt: einen Teil des Tomatenwassers entfernen, fein hacken und sich bei der Säure nicht nur auf Zitrone verlassen.

The Mediterranean Dish stellt Ezme als fein gehacktes türkisches Tomatengericht zwischen Aufstrich, Salat und Dip vor und baut den Geschmack mit Biber Salçası, Tomatenmark und Zitronensäure auf. LinsFood unterscheidet zwischen dem Hacken mit dem Messer, das Körnung bewahrt, und dem Zerkleinerer und erklärt, dass separat behandelte Tomaten verhindern, dass eine Soße entsteht. Auch Give Recipe hackt in der traditionellen Variante das Gemüse fein mit dem Messer und verbindet es mit einem separat angerührten Dressing.

Zu Hause bekommt man die türkischen Paprika Sivri Biber oder Kapya Biber nicht immer. Deshalb kombiniert man milde grüne Spitzpaprika, grüne Paprika, rote Paprika und grüne Chili. Man muss nicht alles sehr scharf machen. Die Schärfe stellt man zum Schluss mit Chili ein und bewahrt den grünen Duft des Gemüses und die Säure des Granatapfels.

Rolle Originalnah Realistischer Ersatz Zu vermeiden
Rotes Gemüse Reife Tomaten, Kapya Biber Reife Tomaten, rote Paprika Nur mit Ketchup süßen
Grüner Duft Sivri Biber, Petersilie Milde grüne Spitzpaprika, grüne Paprika, glatte Petersilie Viel Gurke zugeben
Säure Nar Ekşisi, Sumach, Zitrone Granatapfelsirup, Sumach, Zitrone Nur mit Essig scharf-sauer machen
Schärfe Pul Biber, scharfes Biber Salçası Grob gemahlene Chili, etwas Cayenne Durch Currypulver ersetzen

Zutaten (für 4 Personen)

In kleinen Schälchen für 4 Personen, als Vorspeise für 6. Als Beilage zu Fleisch passt diese Menge zu etwa 400 g gegrilltem Fleisch.

Tomaten, Paprika, grüne Chili, Zwiebel, Petersilie, Zitrone, Sumach und Granatapfelsirup für Ezme
Wer Gemüse, Säure, Schärfe und Öl getrennt bereitstellt, verhindert eine nur scharfe Ezme
Allergien und Schärfe

Das Rezept besteht vor allem aus Gemüse, Olivenöl und Gewürzen. Rote Paprikapaste oder Granatapfelsirup aus dem Handel werden je nach Produkt in Betrieben hergestellt, die Weizen, Nüsse, Sesam oder Soja verarbeiten. Chili kann man zum Schluss immer ergänzen, zu viel Schärfe lässt sich aber nicht zurücknehmen. Beim ersten Mal mit der Familie die grüne Chili entkernen und mit 1/4 TL gemahlener Chili beginnen.

Zutaten, bei denen man beim Einkauf zögert

Sumach, Granatapfelsirup, rote Gewürze und Paprikapaste in Schälchen
Suchen lohnt sich nicht für das Gemüse, sondern für die Zutaten, die Säure und roten Duft machen

Tomaten, Zwiebel, Petersilie und Zitrone gibt es im Supermarkt. Im orientalischen Laden oder online zu suchen lohnt sich Granatapfelsirup, Sumach und ein kleiner Zerkleinerer, der die Arbeit erleichtert. Bei der roten Paprikapaste käme das türkische Biber Salçası am nächsten; doch schon mit Tomatenmark, Paprikapulver und etwas Chili zeichnet sich Ezme gut ab.

Granatapfelsirup ist die Abkürzung zum Süß-Sauren der Ezme. Es ist nicht die Süße von Zucker, sondern Säure und Herbe der Frucht: Er macht das Fett von Fleischgerichten leichter.

Sumach bringt eine trockene Säure, anders als Zitrone. Man streut ihn auch über Zwiebeln, die zu Fleischgerichten gereicht werden.

Die Grundmethode ist das Messer; um an einem Wochentagabend viel Gemüse fein zu hacken, hilft aber ein kleiner Zerkleinerer. Nicht durchlaufen lassen, sondern mit kurzen Impulsen arbeiten.

Zubereitung

Ezme wird nicht gegart, doch eine sorgfältige Reihenfolge macht den Geschmack klarer. Abtropfen, fein hacken, zuerst die Säure anrühren, ruhen lassen. In dieser Reihenfolge läuft der Saft am Tisch weniger aus, und man nimmt die Ezme leicht mit Brot auf.

1. Die Tomaten abtropfen lassen

Zeit: 8 Minuten

Ohne Hitze. Die 400 g Tomaten quer halbieren und das kernreiche Innere mit dem Finger herauslösen. Das Fruchtfleisch in etwa 5 mm große Würfel schneiden, in ein Sieb geben und mit 1/4 TL Salz bestreuen. Wenn das Salz die Würfel gleichmäßig überzieht und die Oberfläche leicht feucht wird, 5 Minuten stehen lassen. Es genügt, wenn 2 bis 3 EL roter Saft abgetropft sind. Drückt man, fließt auch das süße Fruchtfleisch ab: nur abtropfen lassen, was von selbst abläuft.

Halbierte Tomaten tropfen für Ezme im Sieb ab
Das Tomatenwasser vor und nach dem Hacken beobachten. Nicht zu stark abtropfen, nur den Überschuss entfernen, der sich auf dem Teller ausbreiten würde

2. Gemüse und Petersilie fein hacken

Zeit: 12 Minuten

Ohne Hitze. 80 g rote Paprika, 60 g Spitzpaprika oder grüne Paprika, 8 g grüne Chili, 80 g Zwiebel und 5 g Knoblauch in 2 bis 3 mm große Stückchen hacken. Bei den 25 g Petersilie die harten Stiele entfernen und die Blätter fein hacken. Mit dem Zerkleinerer alles außer den Tomaten nur 8- bis 10-mal mit 1-Sekunden-Impulsen zerkleinern und aufhören, solange noch Körnung bleibt. Als Paste geht die Textur verloren, und nur die Schärfe tritt hervor.

Paprika, Zwiebel, Petersilie und grüne Chili fein gehackt für Ezme
Fein hacken, aber nicht zur Paste. Mit 2 bis 3 mm großen Stückchen bleibt die Ezme auf dem Brot leicht

3. Die rote Soße anrühren

Zeit: 5 Minuten

Ohne Hitze. In eine große Schüssel 1 EL Tomatenmark, 2 TL rote Paprikapaste, 1 1/2 EL Granatapfelsirup, 1 EL Zitronensaft, 2 EL Olivenöl, 1 TL Sumach, 1/2 TL gemahlene Chili, 1/2 TL getrocknete Minze und 1/2 TL Salz geben. 1 Minute mit einem kleinen Löffel vom Boden her rühren, bis eine glänzende rotbraune Soße entsteht, die träge herabfließt, ohne dass sich das Öl trennt. Für weniger Schärfe die halbe Menge Chili nehmen.

Granatapfelsirup, Sumach, rote Paste und Olivenöl werden zur Ezme-Soße verrührt
Werden Säure und Öl zuerst gemischt, überzieht die Soße das Gemüse gleichmäßig, und das Salz schmeckt nicht vor

4. Gemüse und Soße verbinden

Zeit: 5 Minuten

Ohne Hitze. Die abgetropften 5-mm-Tomatenwürfel, das auf 2 bis 3 mm gehackte Gemüse und die fein gehackte Petersilie in die Schüssel mit der Soße geben. Etwa 20-mal mit dem Löffel vom Boden her wenden, bis die rote Soße das ganze Gemüse gleichmäßig überzieht. Richtig ist es, wenn sich am Schüsselboden kein klares Wasser sammelt und die Gemüsestückchen glänzen. Abschmecken: Fehlt Säure, 1 TL Zitronensaft; fehlt Schärfe, eine Prise Chili.

Gehacktes Gemüse und rote Soße werden in der Schüssel vermengt
Zu viel gerührt, zerfallen die Tomaten. Aufhören, solange man die Stückchen sieht: So bleibt der Salat leicht

5. Ruhen lassen und den Saft regulieren

Zeit: 20 Minuten

Ohne Hitze. Die Ezme 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Salz und Säure ziehen ins Gemüse, und der Duft wird runder. Kurz vor dem Servieren 30 Sekunden in ein Sieb geben und etwa 1 EL vom aufgefangenen roten Saft zurückgießen. Alles zurück macht sie wässrig, alles weg macht die Säure schwach. Richtwert: Nimmt man sie mit Brot auf, läuft der Saft nicht über den Teller, sondern haftet etwas an den Stückchen.

Ezme wird im Sieb abgetropft, um den roten Saft zu regulieren
Nach dem Ruhen den Saft prüfen. Nicht wegschütten, sondern 1 EL zurückgeben, damit der Geschmack kräftig bleibt

6. Dünn verteilen und vollenden

Zeit: 3 Minuten

Ohne Hitze. Die Ezme etwa 1.5 cm dick in einer flachen Schale verteilen und mit dem Löffelrücken leichte Rillen ziehen. Den restlichen 1 EL Olivenöl darüberträufeln, mit 1/4 TL schwarzem Pfeffer bestreuen und bei Bedarf eine Prise Sumach zugeben. Statt sie in der Mitte aufzuhäufen, lässt sie sich dünn verteilt leichter mit Brot aufnehmen, und Öl und Säure verteilen sich gleichmäßiger.

Ezme dünn in einer flachen Schale verteilt, mit Olivenöl und Sumach vollendet
Dünn verteilt, nimmt man Ezme vom Rand her leicht mit Brot auf. Das Öl zum Schluss bindet die Düfte

Damit sie nicht wässrig wird

Wie viel Wasser bleibt, entscheidet über den Geschmack der Ezme. Entzieht man den Tomaten alles Wasser, entsteht trockenes Hackgemüse. Entzieht man nichts, sammelt sich am Tellerboden eine rote Suppe. Ziel ist Saft, der die Stückchen überzieht.

Fehler Ursache Abhilfe
Rotes Wasser läuft über den Teller Kerne und Saft der Tomaten mitverwendet 30 Sekunden abtropfen lassen und nur 1 EL Saft zurückgeben
Nur scharf und fad Mehr Chili, zu wenig Säure und Öl 1 TL Granatapfelsirup und 2 TL Olivenöl zugeben
Süß wie Ketchup Zu viel Tomatenmark und süße Paste Mit 1 TL Zitronensaft, etwas Sumach und einer Prise Salz straffen
Zu grün im Geschmack Paprika zu groß, roher Knoblauch zu stark Feiner hacken und die Ruhezeit um 10 Minuten verlängern
Wird zur Paste Zerkleinerer zu lange laufen lassen Beim nächsten Mal Tomaten getrennt behandeln und mit 1-Sekunden-Impulsen arbeiten

Reife Sommertomaten sind ideal, im Winter geht es aber auch. Wintertomaten haben wenig Duft: Mit einer Hälfte Kirschtomaten wird es süßer. Nur mit Kirschtomaten ist viel Schale dabei, die sich gehackt hart im Mund anfühlt. Halb mittelgroße Tomaten, halb Kirschtomaten ist am praktischsten.

Ersatz außerhalb der Türkei

Ohne rote Paprikapaste sucht man besser nicht endlos nach einem ähnlichen Produkt, sondern justiert mit Tomatenmark und Paprikapulver. Statt 2 TL roter Paprikapaste 2 TL Tomatenmark, 1 TL Paprikapulver und eine Prise gemahlene Chili mischen. Der Duft wird etwas leichter, doch die rote Tiefe ist da.

Pul Biber ist die in der Türkei vielseitig genutzte rote Chili. Anderswo kommt man ihr nahe, wenn man Aleppo-Pfeffer, grob gemahlene koreanische Chili oder Chilipulver in kleinen Mengen kombiniert. Mit 1 TL Chilipulver allein wird die Schärfe stechend: beim ersten Mal höchstens 1/2 TL grobe Chili. Wer mehr Schärfe möchte, nimmt am Tisch zuerst eine Portion in ein Schälchen ab.

Ohne Sumach 1 TL Zitronensaft mehr und etwas abgeriebene Zitronenschale nehmen. Anders als die trockene Säure des Sumachs bringt Zitrone aber einen helleren Duft. Wer neben Fleisch das „Schälchen wie im Lokal“ nachempfinden möchte, sollte Sumach einmal probieren.

Wie man sie serviert

Ezme, Lahmacun, Köfte, Dolma und Joghurtsoße auf einem türkischen Tisch
Ezme ist das kleine Schälchen, das zwischen Fleisch, Brot, Hülsenfrüchten und Joghurtsoßen die Säure bringt

Ezme ist weniger die Hauptsache als das Bindeglied des Tisches. Ein Bissen frisch gegrilltes Fleisch, etwas Ezme mit Brot, eine Joghurtsoße, um die Schärfe zu beruhigen: So entfaltet sie ihre Wirkung. Für ein türkisches Menü sind folgende Kombinationen einfach.

Anlass Gerichte dazu Rolle der Ezme
Grilltag Köfte, Cağ Kebabı, gegrilltes Hähnchen Das Fett mit Säure schneiden
Brottag Lahmacun, Pita, Baguette Dem Teig Schärfe und Saft geben
Hülsenfrüchtetag Piyaz, Linsensuppe Die Schwere mit Säure aufbrechen
Familienabend Gegrillter Fisch, gegrillte Aubergine, gekochte Eier Einem eher japanischen Teller eine rote Würze geben

Bereitet man auch die Kebab-Soße zu, bietet die Kombination aus scharfem Rot und weißem Joghurt am Tisch eine Ausweichmöglichkeit. Mag jemand keine Schärfe, die Ezme nicht fade machen, sondern mehr Joghurtsoße, Zitrone und Brot reichen.

Aufbewahren und Vorbereiten

Ezme hält sich am besten bis zum nächsten Tag im Kühlschrank. In eine saubere Dose füllen, etwa 1 TL Olivenöl auf die Oberfläche geben und verschließen. Am nächsten Tag tritt Wasser aus: vor dem Essen umrühren und bei Bedarf 30 Sekunden abtropfen lassen. Hat der Duft nachgelassen, bringen 1 TL Zitronensaft, etwas Sumach und 1 TL Olivenöl ihn zurück.

Für 3 Tage oder länger eignet sie sich nicht. Wegen der Säure wirkt sie wie Eingemachtes, besteht aber vor allem aus rohem gehacktem Gemüse. Besonders im Sommer nicht lange bei Raumtemperatur stehen lassen: nur die Menge in Schälchen füllen, die gegessen wird. Reste lassen sich am nächsten Tag gut unter gegrilltes Hähnchen, gekochte Eier, Thunfisch oder einen Hülsenfrüchtesalat mischen.

FAQ

Q1. Geht es nur mit dem Zerkleinerer?

Ja. Zerkleinert man die Tomaten aber lange mit dem übrigen Gemüse, entsteht schnell roter Saft. Zuerst alles außer den Tomaten mit kurzen Impulsen zerkleinern, die Tomaten zum Schluss nur 2- bis 3-mal impulsweise oder mit dem Messer hacken. Etwas Körnung ist typischer für Ezme.

Q2. Geht es nicht ohne Granatapfelsirup?

Doch. Als Notlösung 2 TL Zitronensaft mehr und nur 1/3 TL Zucker zugeben. Die fruchtige Säure und die Herbe des Granatapfelsirups fehlen dann aber. Je mehr Fleisch auf dem Tisch steht, desto deutlicher merkt man den Unterschied.

Q3. Kann man eine nicht scharfe Ezme machen?

Ja. Die grüne Chili entkernen und die gemahlene Chili auf 1/4 TL reduzieren. Sumach, Zitrone und Granatapfelsirup aber beibehalten. Auch ohne Schärfe wird sie mit Säure nicht zu bloß gehackten Tomaten, sondern zu einer runden Meze.

Q4. Darf Gurke hinein?

Als Familiensalat ja, doch man entfernt sich etwas von der Ezme. Gurke ist sehr wasserreich, und mit der Zeit wird der Tellerboden dünn. Wenn, dann entkernen, in 5-mm-Würfel schneiden und kurz vor dem Essen nur wenig untermischen.

Fazit

Für Ezme muss man nicht alle türkischen Zutaten perfekt beisammenhaben. Wichtig ist, das Tomatenwasser im Blick zu behalten, das Gemüse fein zu hacken, sich bei der Säure nicht nur auf Zitrone zu verlassen und mit Granatapfelsirup und Sumach Tiefe zu geben. Dann wird aus denselben Tomaten und Zwiebeln ein türkisches Schälchen, das man neben gegrilltes Fleisch stellen möchte.

Wer weitermachen möchte, geht zu Köfte (auf Japanisch) als Fleischgericht, Lahmacun (auf Japanisch) als Fladenbrot und Piyaz (auf Japanisch) als Bohnenschälchen: Dann sieht man, wo Ezme wirkt. Ein einziges rotes Schälchen genügt, damit ein Tisch mit Brot und Fleisch nicht langweilig wird.

Quellen