Über Holzkohle gegrillter Adana Kebap auf Lavash angerichtet
Vorbereitung45 Min.
Garzeit15 Min.
Portionen4 Portionen
KücheTürkisch

Kebab selbst gemacht: Adana Kebap und Şiş Kebap wie in der Türkei

Ein Rezept für türkischen Kebab mit Zutaten aus dem Supermarkt: Adana Kebap (scharfer Hackfleischspieß) und Şiş Kebap (Spieß mit Fleischstücken). Ein Ersatz für Sumach, Handgriffe, damit das Fleisch am Spieß hält, und der Hintergrund der rund 90 Kebabsorten der Türkei.

Gesamt: 2 Std.Schwierigkeit: Mittel

Cooking flow

Zubereitung

STEP 11 / 6

Dem Gemüse das Wasser entziehen

10 Min. (Vorbereitung)

STEP 1

Die rote Paprika fein hacken, in Küchenpapier wickeln und kräftig auspressen. Wer das auslässt, riskiert die häufigste Ursache dafür, dass das Fleisch vom Spieß fällt. Richtwert: Nach dem Auspressen bleibt etwa die Hälfte des ursprünglichen Volumens.

STEP 22 / 6

Das Fleisch kneten

5–10 Min.

Lammhack wird mit den Gewürzen verknetet
Gut kneten, bis die Wärme der Hände das Fett zu schmelzen beginnt

Das Lammhack in eine große Schüssel geben und die ausgepresste Paprika, geräuchertes Paprikapulver, Gochugaru, Salz, Pfeffer und Petersilie zufügen. 5 bis 10 Minuten ununterbrochen mit den Händen kneten, bis die Masse klebrig ist und Fäden zieht. Das sorgt dafür, dass der Kebab fest am Spieß haftet.

STEP 33 / 6

Im Kühlschrank ruhen lassen

30 Min.–1 Std.

STEP 3

Mit Folie abdecken und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Wenn es schnell gehen muss, 20 Minuten ins Gefrierfach. So wird das Fett fest, und das Fleisch verformt sich am Spieß weniger.

STEP 44 / 6

Auf den Spieß formen

Die gekühlte Fleischmasse wird an einem flachen Spieß entlang länglich geformt
Die Fleischmasse am Spieß entlang länglich formen

Das Fleisch dünn und gleichmäßig auf einen breiten, flachen Metallspieß (1.5 cm breit oder mehr) drücken. Auf etwa 20 cm Länge ziehen und in regelmäßigen Abständen leicht zwischen Daumen und Zeigefinger drücken, damit die traditionellen Rillen (die Fingerabdrücke) entstehen.

Ein Ersatzspieß für zu Hause

Haben Sie keine breiten Flachspieße, 5 Holzspieße zusammenlegen und mit Alufolie bündeln (eine von America’s Test Kitchen empfohlene Technik). An einem einzelnen runden Spieß dreht sich das Fleisch, im Bündel bleibt es fest.

Das Fleisch wird gleichmäßig auf einem Flachspieß verteilt
Dünn und gleichmäßig verteilen: der Schlüssel zu einem gleichmäßigen Garergebnis
STEP 55 / 6

Grillen

10–12 Min.

Adana Kebap in der Grillpfanne, die ersten Röststreifen erscheinen
Nicht alles bei starker Hitze durchbraten: Häufiges Wenden ist das Geheimnis eines gleichmäßigen Ergebnisses

Eine Grillpfanne (oder den Backofengrill) mindestens 5 Minuten bei starker Hitze vorheizen, die Spieße auflegen und auf mittlere Hitze herunterschalten. Insgesamt 10 bis 12 Minuten grillen und dabei alle 3 bis 4 Minuten wenden. Fertig ist der Kebab, wenn die Kerntemperatur 71 °C (160 °F) erreicht. Eine leicht angekohlte Oberfläche sorgt für Röstaroma.

STEP 66 / 6

Ruhen lassen

3–5 Min.

STEP 6

Die gegrillten Spieße auf Naan oder Lavash legen und 3 bis 5 Minuten ruhen lassen. Der Fleischsaft zieht ins Brot, das dadurch ebenfalls köstlich wird.

0 / 0
Ingredients

Zutaten

1 / 2

Zutaten

Für den Kebab

Zutat Menge Ersatz und Hinweise
Lammhackfleisch (oder Rinderhack) 600 g Eine Mischung aus 70 % Rind und 30 % Schwein geht auch. Mindestens 20 % Fett sind ein Muss
Rote Paprika 1 (mittelgroß) Ersatzweise grüne Paprika (keine Schärfe, aber gute Textur)
Geräuchertes Paprikapulver 2 TL Normales Paprikapulver geht auch
Koreanisches Chilipulver (Gochugaru) 1–2 TL Im Original türkische rote Chiliflocken (Pul Biber). Gochugaru ist ein naher Ersatz
Salz 1.5 TL
Schwarzer Pfeffer 1 TL
Glatte Petersilie (gehackt) 2 EL Krause Petersilie geht auch
Pul Biber und Urfa Biber: der Unterschied

Türkische rote Chiliflocken heißen Pul Biber und sorgen für die rote Schärfe des Adana Kebap. Oft verwechselt wird damit „Urfa Biber“, ein dunkel rotvioletter Chili aus der Gegend um Şanlıurfa, eine andere Sorte, die vor Ort Isot heißt. Beide findet man manchmal in türkischen Läden oder online. Sonst ist Gochugaru + geräuchertes Paprikapulver (1:1) der nächste Ersatz.

Beilagen

Zutat Menge Ersatz und Hinweise
Zwiebel (in dünnen Ringen) 1
Sumach (oder Yukari) 2 TL Yukari, eine japanische Würzmischung aus rotem Shiso, kommt Farbe und Säure nahe
Zitronensaft 1 EL
Petersilie (gehackt) 1 EL
Naan oder Pitabrot 4 Im Original Lavash, fertiges Naan geht aber auch
Naturjoghurt (ungesüßt) 100 g
2 / 2

Zutaten

Zutat Menge Ersatz und Hinweise
Lammschulter (oder Rinderschulter) 600 g In 3-cm-Stücke schneiden
Olivenöl 3 EL
Zitronensaft 2 EL
Knoblauch (gerieben) 3 Zehen
Zwiebel (gerieben und ausgepresst, nur der Saft) Saft von 1 Zwiebel Die festen Bestandteile werden nicht verwendet
Geräuchertes Paprikapulver 2 TL
Kreuzkümmel, gemahlen 1 TL
Salz und schwarzer Pfeffer je 1 TL
Grüne Paprika, rote Paprika, Zwiebel nach Belieben Auf eigene Spieße stecken (nicht auf denselben Spieß wie das Fleisch, so die Regel)
0 / 0

Vor der Glut: türkisches Handwerk

Vor dem Holzkohlefeuer, von dem der Duft der Gewürze aufsteigt, dreht ein Handwerker schweigend seine Spieße. Das ist der Kebabmeister, auf Türkisch kebapçı genannt.

In der Türkei soll es mehr als 90 Sorten Kebab geben. Jede Region hat ihre eigenen Methoden und ihren Stolz, und besonders zwei Städte, Adana im Süden und Şanlıurfa im Südosten, werden oft verglichen: „Lager der Schärfe (Adana) gegen Lager der Milde (Urfa)“.

Adana Kebap ist Lammhackfleisch, mit rotem Chili und Gewürzen verknetet, auf einen breiten Spieß geformt und über Holzkohle gegrillt. Die Handelskammer von Adana stellte 2004 einen Antrag und erhielt beim türkischen Patentamt eine geografische Angabe; sie achtet darauf, dass nichts als „Adana Kebap“ verkauft wird, was nicht den Vorgaben entspricht.

In diesem Artikel zeigen wir, wie Sie diesen Adana Kebap und den Şiş Kebap, einen Spieß mit marinierten Fleischstücken, mit Zutaten aus dem Supermarkt zubereiten.

Wer die Küche des Nahen Ostens umfassender kennenlernen möchte, findet mehr in der Welt der nahöstlichen Küche (auf Japanisch). Ebenfalls beliebt unter den türkischen und libanesischen Rezepten sind Falafel (auf Japanisch, frittierte Kichererbsenbällchen) und Hummus (auf Japanisch, Kichererbsenpüree).

Türkischer Kebabstand, der über Holzkohle grillt
Ein Kebabstand an einer türkischen Straßenecke. Der Duft der Kohle mischt sich mit den Gewürzen

Sechs typische Kebabs der Türkei

Unter den rund 90 Sorten sind diese sechs besonders bekannt.

Sorte Region Merkmale
Adana Kebap Adana (Süden) Lammhack + roter Chili. Die Schärfe macht ihn aus
Urfa Kebap Şanlıurfa Gleiche Form wie Adana, aber nicht scharf. Mehr Kreuzkümmel
Şiş Kebap Ganzes Land Der Klassiker: Fleischstücke am Spieß gegrillt
Döner Kebap Ganzes Land Senkrechter Drehspieß. Dünne Scheiben im Brot
İskender Kebap Bursa Dönerfleisch + Tomatensoße + heiße Butter + Joghurt
Beyti Kebap Istanbul Hackfleischspieß in Lavash gerollt und in Stücke geschnitten

Dieser Artikel konzentriert sich auf die beiden, die sich zu Hause am leichtesten nachmachen lassen: Adana Kebap und Şiş Kebap.

Die geografische Angabe des Adana Kebap

Auf einen Antrag von 2004 hin erhielt die Handelskammer von Adana beim türkischen Patentamt eine geografische Angabe und setzt sich dafür ein, dass nichts Abweichendes als „Adana Kebap“ serviert wird. Registrierte Betriebe erhalten ein Zertifikat und ein Logo, und in Kursen wird die traditionelle Methode gelehrt, das Fleisch mit dem großen Messer Zırh zu hacken. Ein System ähnlich wie bei geschützten Ursprungsbezeichnungen in Europa.

Rezept für Adana Kebap (für 4 Personen)

Zutaten

Zubereitung

Fertiger Adana Kebap auf Naan, mit Petersilie und Zitrone
Beim Ruhen auf dem Naan zieht der Fleischsaft ins Brot, das ebenfalls köstlich wird

Sumach-Zwiebeln (Beilage)

Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden und einfach mit Sumach (oder Yukari), Zitronensaft und Petersilie mischen. Nach etwa 10 Minuten wird die Zwiebel milder und süßlich. Diese schlichte Beilage passt perfekt zu Salz und Gewürzen des Kebabs.

Yukari, ein erstaunlich guter Ersatz für Sumach

Sumach ist ein rotes Gewürz aus dem Nahen Osten, gewonnen aus Beeren, mit zitronenähnlicher Säure. Man findet ihn in türkischen Läden, doch Yukari (japanische Würzmischung aus rotem Shiso) aus dem Asialaden kommt Farbe und Säure erstaunlich nahe.


Rezept für Şiş Kebap (für 4 Personen)

Zutaten

Warum nur der Zwiebelsaft

Enzyme (Proteasen) in der Zwiebel bauen Fleischeiweiß ab und machen das Fleisch erstaunlich zart. Steckt man aber auch die festen Teile mit auf den Spieß, bleibt die Schärfe roher Zwiebel. Für Şiş Kebap gilt deshalb: nur den ausgepressten Saft für die Marinade verwenden.

Zubereitung des Şiş Kebap

  1. Alle Zutaten der Marinade mischen, die Fleischstücke darin wenden und im Kühlschrank mindestens 3 Stunden, am besten über Nacht marinieren.
  2. Das Fleisch aufspießen, das Gemüse auf eigene Spieße (Fleisch und Gemüse garen unterschiedlich schnell).
  3. In der vorgeheizten Grillpfanne oder unter dem Grill 8 bis 12 Minuten unter häufigem Wenden grillen.
  4. Fertig, wenn die Kerntemperatur 71 °C (160 °F) erreicht.
Fleischstücke für Şiş Kebap am Spieß, glänzend von der Marinade
Mariniertes Fleisch bekommt beim Grillen Glanz. Gemüse immer auf einen eigenen Spieß

Fünf Tipps, damit nichts schiefgeht

Tipp 1: Der Fettanteil entscheidet (am wichtigsten)

Der häufigste Fehler beim Adana Kebap: „zu wenig Fett, und das Fleisch fällt vom Spieß“. Traditionell soll Adana Kebap mit Schwanzfett vom Schaf zubereitet werden (Quelle: Foolproof Living, Adana Kebab Recipe, 2024), das über der Glut langsam schmilzt und für die besondere Saftigkeit sorgt. Wählen Sie Hackfleisch mit mindestens 20 % Fett. Ist es zu mager, wird es nicht nur trocken, sondern das geformte Fleisch zerfällt auch beim Grillen.

Tipp 2: Das Wasser aus dem Gemüse gründlich auspressen

Gelangt das Wasser der Paprika ins Fleisch, wird es matschig und haftet nicht am Spieß. Wickeln Sie das gehackte Gemüse immer in Küchenpapier und pressen Sie es aus, bis sich sein Volumen etwa halbiert hat.

Tipp 3: Je länger man knetet, desto besser

Richtwert: „klebrig und fadenziehend“. Beim Kneten löst sich Eiweiß (Myosin) und sorgt für Bindekraft. Dieser „natürliche Kleber“ verbindet Fleisch und Spieß und verhindert, dass der Kebab zerfällt. Kneten Sie mindestens 5, besser 10 Minuten mit den Händen.

Tipp 4: Vor dem Formen immer kühlen

Das geknetete Fleisch vor dem Formen 30 Minuten im Kühlschrank (oder 20 Minuten im Gefrierfach) kühlen. Das Fett wird fest und die Form stabil. Wenn Sie nach dem Formen noch Zeit haben, machen ihn weitere 10 Minuten Kühlung noch stabiler.

Tipp 5: Die Grillpfanne gründlich vorheizen

Um zu Hause Röststreifen wie über Holzkohle zu bekommen, ist es entscheidend, eine gusseiserne Grillpfanne (mit Rillen) mindestens 5 Minuten bei starker Hitze vorzuheizen. Zischt es beim Auflegen laut, stimmt die Temperatur. Danach auf mittlere Hitze herunterschalten und häufig wenden, damit der Kebab durchgart. Bei schwacher Hitze und langsam gegart, wird er eher wie gedämpft.

Adana Kebap mit schönem Rautenmuster in der gusseisernen Grillpfanne
Auch in der gusseisernen Grillpfanne bekommt man schöne Röststreifen und Röstaroma

Fünf Varianten

1. Milder Adana Kebap „nach Urfa-Art“

Gochugaru weglassen und stattdessen 1 TL Kreuzkümmel und 0.5 TL Koriander zugeben. Im Gegensatz zum scharfen Adana zeichnet sich Urfa durch Milde aus. Gut für Kinder, die keine Schärfe mögen.

2. Vegane Version: „Gemüsekebab“

Statt Hackfleisch 200 g gekochte Kichererbsen + 100 g Walnüsse + 50 g Haferflocken im Zerkleinerer grob hacken und mit denselben Gewürzen abschmecken. Die Masse zerfällt leichter als Fleisch: Nach dem Formen 30 Minuten im Gefrierfach fest werden lassen.

3. Adana aus 100 % Rind

Für alle, die kein Lamm mögen. Nur Rinderhack (eher fett) verwenden und etwas weniger Gewürze nehmen. Um die Süße des Rindfleischs zu betonen, etwas mehr geräuchertes Paprikapulver nehmen: Das gibt Tiefe.

4. Hähnchen-Şiş-Kebap

Hähnchenschenkel (mit Haut) in der Şiş-Kebap-Marinade einlegen. 2 Stunden Marinierzeit genügen. Die Grillzeit ist kürzer als bei Lamm (6 bis 8 Minuten): Achten Sie darauf, ihn nicht zu lange zu grillen. Eine Soße aus Zitrone und Joghurt passt besonders gut.

5. Kebab-Bowl mit Reis (japanische Art)

Den gegrillten Adana Kebap in Scheiben schneiden, auf weißen Reis legen und mit Tomatensoße (fertige Pomodoro-Soße) und Joghurt beträufeln. Eine Abwandlung des „İskender Kebap“, mit Reis statt Brot.

Kebab als Bowl angerichtet, mit grünem Salat und Joghurtsoße
Kebab schmeckt auch als Bowl. Mit Gemüse für eine ausgewogene Mahlzeit
Nahöstliche Klassiker, die zum Kebab passen

Mit Taboulé (libanesischer Petersiliensalat) oder Shakshuka (auf Japanisch) wird der nahöstliche Tisch komplett. Sehen Sie sich auch den Überblick über die nahöstliche Küche (auf Japanisch) an.


Hintergrund und Kultur

Ein Gericht, das am Spieß entstand

Der älteste schriftliche Beleg für das Wort „Kebab“ findet sich in einer türkischen Handschrift von 1377, dem Kyssa-i Yusuf. Der Ursprung reicht aber wohl weiter zurück: Man führt ihn auf die Nomaden Eurasiens zurück, die Fleisch auf Spieße oder Zweige steckten und über dem Lagerfeuer grillten. „Şiş“ bedeutet auf Türkisch „Spieß“.

Die Döner-Revolution, die um die Welt ging

Hört man heute „Kebab“, denkt man zuerst an das große, senkrecht drehende Fleischstück: den Döner Kebap. Döner bedeutet auf Türkisch „sich drehend“. Erfunden worden sein soll er im Osmanischen Reich des 19. Jahrhunderts.

Als Fast Food weltweit bekannt gemacht haben das Kebabsandwich dann türkische Arbeitsmigranten in West-Berlin in den 1970er-Jahren. Dönerfleisch im Brot mit Gemüse und Soße wurde ein großer Erfolg und ist heute ein fester Bestandteil der deutschen Straßenecken.

Der Döner hat sich zudem vielerorts angepasst: In der arabischen Welt wurde er zum Shawarma, in Griechenland zum Gyros und in Mexiko zu den Tacos al Pastor. Aus einem einzigen Fleischspieß ist eine erstaunliche Vielfalt an Esskulturen entstanden.

Ladenfront eines Dönerlokals in einer türkischen Straße, das große Fleischstück dreht sich
Das große Fleischstück des Döner Kebap gehört heute nicht nur in der Türkei, sondern weltweit zum Straßenbild

Adana gegen Urfa: ein anhaltender Streit

Adana im Süden und Şanlıurfa im Südosten liegen auf der Karte nicht nebeneinander; dazwischen liegen Provinzen wie Gaziantep. Trotzdem werden die beiden Städte beim Thema Kebab oft in einem Atemzug genannt: Adana Kebap ist für die Schärfe des roten Chilis bekannt, Urfa Kebap als derselbe Hackfleischspieß ohne Schärfe. Die Rivalität darum, wer das Original hat, ist immer wieder Thema in der türkischen Presse.


Häufige Fragen

F. Ich mag kein Lamm. Kann ich Rindfleisch nehmen?

A. Ohne Weiteres. Empfohlen wird eher fettes Rinderhack oder eine Mischung aus 70 % Rind und 30 % Schwein. Wenn Sie der typische Geruch von Lamm stört, ist Rind leichter zu essen. Etwas mehr Gewürz gibt mehr Tiefe.

F. Geht es auch ohne Spieß?

A. Ja. Ohne Spieß wird daraus ein „Kebab-Burger“. Die Masse zu ovalen Frikadellen formen und in der Pfanne braten. In Pita oder Naan mit Sumach-Zwiebeln und Joghurt schmeckt es fast genauso.

F. Kann man vorkochen?

A. Ungegart (bereits geformt) lässt er sich einfrieren. Jeden Spieß einzeln in Folie wickeln und ins Gefrierfach legen. Zum Verwenden über Nacht im Kühlschrank auftauen und dann direkt grillen. Gegart hält er sich 3 bis 4 Tage im Kühlschrank.

F. Kann man ihn unter dem Backofengrill zubereiten?

A. Ja. Passen die Spieße nicht hinein, machen Sie ihn ohne Spieß (als flache Frikadellen). Weil die Oberhitze stark ist, nach 3 bis 4 Minuten wenden. An Holzkohle reicht es nicht heran, doch die direkte Hitze sorgt für Röstaroma und ein überraschend gutes Ergebnis.

F. Wo bekomme ich die Gewürze?

A. Geräuchertes Paprikapulver gibt es in vielen Supermärkten. Gochugaru (koreanisches Chilipulver) in koreanischen oder asiatischen Läden. Sumach und Urfa Biber in türkischen Läden oder online.

F. Worauf muss ich bei Allergien achten?

A. Zum Adana Kebap gehören Weizen (Lavash, Pitabrot) und Milch (Joghurtsoße). Wer glutenfrei isst, wickelt ihn statt in Naan in Salat oder anderes Gemüse. Bei Milchallergie schmeckt er auch ohne Joghurtsoße.


Quellen