Poffertjes: Hefeteig, Muldenpfanne, Butter und Zucker, solange sie heiß sind
Ein leichter Teig, mit Hefe und geschlagenem Eiweiß aufgelockert, in kleinen Mulden beidseitig goldgelb gebacken und warm mit Butter und Puderzucker gegessen.
Auf niederländischen Märkten verkaufen manche Stände Poffertjes: kleine Pfannkuchen, serviert mit Butter und Puderzucker. „Mini-Pfannkuchen“ ist zwar richtig, verschweigt aber, was sie zu etwas Eigenem macht. Der Teig wird mit Hefe gelockert, er wird in einer schweren Pfanne mit lauter flachen, runden Mulden gebacken, und Butter und Zucker kommen darauf, solange die Pfannkuchen noch heiß genug sind, um die Butter zu schmelzen.
Dieses Rezept folgt einer bestimmten Version: dem Poffertjes-Rezept von Anja Tanas, das der Westdeutsche Rundfunk (WDR) zusammen mit einem Bericht über das Essen auf der Insel Texel veröffentlicht hat. Der Bericht stellt Poffertjes neben die viel größeren niederländischen Pfannkuchen, die Pannenkoeken, und nennt Orte auf der Insel, die sie anbieten. Texel dient hier als Zugang zum Gericht, nicht als sein Geburtsort, und es ist die Rezeptur einer einzelnen Köchin, kein einheitlicher Standard für das ganze Land.
Mehr niederländische Gerichte und Hintergründe finden Sie im Länderführer Niederlande.
Auf Niederländisch schreibt man das Gericht „poffertjes“ (Einzahl: „poffertje“). Woher der Name kommt, behandeln wir hier nicht, weil es sich nicht bestätigen ließ.
Poffertjes sind Hefeteig, in kleinen Mulden gebacken
Der Unterschied zum Pannenkoek liegt in Größe und Lockerung. Ein niederländischer Pannenkoek ist ein großer, flacher Pfannkuchen. Poffertjes sind kleine, gewölbte Rundlinge, und bei dieser Version geht der Teig zweimal auf: Zuerst wird die Hefe in warmer Milch geweckt, dann ruht der fertige Teig, durch geschlagenes Eiweiß aufgelockert, an einem warmen Ort, bevor er gebacken wird.
Marktstände sind ein belegter Schauplatz. Work in NL, ein von der niederländischen Regierung unterstützter Ratgeber für Menschen, die in den Niederlanden leben, beschreibt Stände, die auf Märkten Poffertjes verkaufen und mit Butter und Puderzucker servieren. Das ist ein gutes Bild des Gerichts, sagt aber nichts darüber aus, wie oft man sie zu Hause isst.
Braucht man also eine besondere Pfanne? Eine Poffertjes-Pfanne mit ihren flachen, runden Mulden liefert die vertraute Form am besten. Das WDR-Rezept nennt auch eine Ausweichlösung: Kleine Teigkugeln von etwa 3 cm Durchmesser in eine gewöhnliche Bratpfanne geben und beidseitig backen. Das Ergebnis hat nicht dieselbe runde Wölbung, ist aber derselbe Teig und wird auf dieselbe Weise gegessen.
Dieses Rezept als Ganzes wurde von Sekai Gohan nicht in der Küche geprüft.
Zutaten (für 4–6 Portionen)

Halten Sie die Butter für den Teig getrennt von der Butter zum Einfetten der Pfanne. Das Wasser kommt nur dazu, wenn der Teig zu dick ist.
Dieses Rezept enthält Weizen, Milch und Ei. Wenn Sie eine Version mit Buchweizenmehl ausprobieren, denken Sie an eine mögliche Buchweizenallergie.
Ausrüstung
- Poffertjes-Pfanne (eine schwere Pfanne mit flachen, runden Mulden) oder eine gewöhnliche Bratpfanne
- Kleiner Topf zum Erwärmen der Milch
- Schneebesen
- Rührschüssel für den Teig und eine saubere Schüssel für das Eiweiß
- Kochlöffel zum Unterheben
- Abdeckung für die Schüssel
- Backofen, der eine niedrige Wärme von etwa 50 °C halten kann
- Löffel zum Füllen der Mulden
- Backpinsel zum Einfetten der Mulden mit Butter (optional)
Auswählen und Ersetzen
Frische Hefe. Verwenden Sie einen halben Würfel frische Hefe. Wenn Ihre frische Hefe in einer anderen Form verkauft wird, lesen Sie die Angaben auf der Packung, bevor Sie abmessen.
Vanillezucker. Verwenden Sie ein Päckchen.
Buchweizen. Nehmen Sie für diesen Teig nur Weizenmehl. Tauscht man es gegen Buchweizen aus, ändert sich, wie der Teig Wasser aufnimmt und sich verhält; für eine Buchweizenversion braucht es eine eigene, geprüfte Rezeptur.
Keine Poffertjes-Pfanne. In einer gewöhnlichen Bratpfanne gelingen kleine Teigkugeln von etwa 3 cm Durchmesser, die man beidseitig backt. Sie werden flacher als Poffertjes aus der Muldenpfanne.
Zubereitung: Hefe wecken, Teig auflockern, beidseitig backen
Die Hefemischung ruht 15 Minuten. Danach beurteilen Sie das Aufgehen am Aussehen des Teigs: deutlich aufgegangen, mit Bläschen.
Butter und Puderzucker, solange sie warm sind

Der klassische Abschluss ist der vom Marktstand: ein Stück Butter zwischen den heißen Poffertjes und obenauf eine Schicht Puderzucker. Geben Sie beides dazu, solange die Pfannkuchen warm sind, damit die Butter schmilzt und der Zucker daran haftet.
Wenn Sie etwas anderes möchten, gibt es weitere Beläge zur Auswahl:
| Variante | So wird serviert |
|---|---|
| Sirup | Über die warmen Poffertjes gießen, statt des Puderzuckers oder zusammen mit ihm |
| Obst | Als Beilage zu den warmen Pfannkuchen servieren |
| Schlagsahne | Kurz vor dem Essen einen Löffel daraufgeben |
| Schokoladensauce | Obenauf träufeln |
| Poffertjes aus der Bratpfanne | Kleine Teigkugeln von etwa 3 cm Durchmesser, beidseitig gebacken; flacher als die aus der Muldenpfanne, gegessen wie diese |
Wenn etwas schiefgeht
Diese Hinweise sind allgemeine Kocherfahrung und nicht Teil des Rezepts selbst.
| Problem | Wahrscheinliche Ursache | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Keine Bläschen auf der Hefemischung | Milch zu heiß oder Hefe nicht mehr frisch | Mit lauwarmer Milch und frischer Hefe neu beginnen |
| Teig zu dick zum Löffeln | Mehl nimmt Flüssigkeit unterschiedlich auf | Nach und nach Wasser dazugeben, bis zu etwa 50 ml |
| Teig ist nach dem Unterheben flach und dicht | Eiweiß zusammengefallen | Beim nächsten Mal behutsamer unterheben, anheben statt rühren |
| Außen dunkel, bevor das Innere gar ist | Pfanne zu heiß | Hitze verringern und die Pfanne vor der nächsten Runde zur Ruhe kommen lassen |
| Bräunt nur langsam | Pfanne nicht heiß genug | Der Pfanne vor dem Füllen der Mulden mehr Zeit zum Aufheizen geben |
| Teig läuft über die Mulden | Mulden bis zum Rand gefüllt | Jede Mulde nur teilweise füllen |
Vom Marktstand zur örtlichen Tradition
Holland.com, die offizielle Tourismusseite der Niederlande, zählt Poffertjes zu den bekannten traditionellen niederländischen Speisen und beschreibt die niederländische Esskultur als reich an regionalen Spezialitäten, die an Orte und Jahreszeiten gebunden sind. Das passt zum WDR-Bericht über Texel, der Poffertjes als etwas zeigt, das man auf der Insel findet, ohne sie als das Gericht der Insel hinzustellen.
Einen ganz bestimmten örtlichen Brauch hält das niederländische Wissenszentrum für immaterielles Erbe (KIEN) fest. In Breukelen werden jedes Jahr am 3. Oktober Poffertjes an die Kinder der örtlichen Grundschule verteilt. Ein örtlicher Poffertjes-Stand führt dies seit 1915 fort, finanziert über einen Nachlassfonds. Das ist die Tradition einer einzelnen Stadt, kein landesweiter Feiertag, aber sie zeigt, wie ein Marktsnack Teil des Kalenders eines Ortes werden kann.
Woher Poffertjes ursprünglich stammen, behandeln wir hier nicht; keine der für diesen Artikel verwendeten Quellen klärt diese Frage.
Häufige Fragen
Kann ich sie ohne Poffertjes-Pfanne machen?
Ja. Das WDR-Rezept schlägt vor, kleine Teigkugeln von etwa 3 cm Durchmesser in eine gewöhnliche Bratpfanne zu geben und beide Seiten zu backen. Sie werden nicht so rund und gewölbt wie aus der Muldenpfanne, aber Teig und Beläge sind dieselben.
Kann ich Buchweizenmehl verwenden?
Das WDR-Rezept merkt an, dass Poffertjes traditionell mit zur Hälfte Buchweizenmehl gemacht werden, gibt aber keine abgemessene Buchweizenversion an, und dieser Artikel erfindet keine. Das Rezept hier verwendet nur Weizenmehl. Wenn Sie mit Buchweizen experimentieren, behandeln Sie es als eigenes Rezept, das Sie erst ausarbeiten müssen, und denken Sie an eine mögliche Buchweizenallergie.
Wie viele Poffertjes ergibt das?
Das Rezept ist für 4–6 Portionen angegeben und nennt keine Stückzahl. Die Anzahl hängt zudem von der Größe der Mulden Ihrer Pfanne ab, deshalb nennen wir hier keine Zahl.
Wie lange soll der Teig im Ofen gehen?
Das Rezept gibt die Ofenwärme an, etwa 50 °C, aber keine Gehzeit. Richten Sie sich nach dem Teig: Er soll sichtbar aufgegangen sein und an der Oberfläche Bläschen zeigen.
Kann ich Reste aufbewahren oder aufwärmen?
Keine der für diesen Artikel verwendeten Quellen behandelt das Aufbewahren oder Aufwärmen von Poffertjes, deshalb nennen wir hier weder Aufbewahrungszeiten noch Methoden. Man isst sie warm, direkt aus der Pfanne, mit Butter und Puderzucker.
Quellen
- Westdeutscher Rundfunk (WDR), „Poffertjes“ (Rezept von Anja Tanas, vorgestellt zusammen mit einem Bericht über das Essen auf Texel). Die Zutaten, Mengen und die Ergiebigkeit von 4–6 Portionen; das Vorgehen, die Milch mit Butter zu erwärmen, Hefe und Zucker aufzulösen und 15 Minuten bis zur Bläschenbildung ruhen zu lassen, das Eigelb im Teig zu verwenden und geschlagenes Eiweiß unterzuheben, abgedeckt bei etwa 50 °C aufgehen zu lassen, die Mulden bis knapp unter den Rand zu füllen und beidseitig goldgelb zu backen; die Variante in der Bratpfanne; der Hinweis auf traditionell zur Hälfte verwendetes Buchweizenmehl; optionale Beläge; und der Vergleich mit Pannenkoeken. https://www1.wdr.de/verbraucher/rezepte/alle-rezepte/poffertjes-100.html
- NBTC / Holland.com, „The hidden gems of Dutch cuisine.“ Poffertjes als Mini-Pfannkuchen unter den bekannten traditionellen niederländischen Speisen und die regionale Vielfalt der niederländischen Esskultur. https://www.holland.com/global/tourism/getting-around/interests/dutch-food-and-cuisine
- Work in NL, „Cuisine.“ Marktstände, die Poffertjes verkaufen, serviert mit Butter und Puderzucker. https://www.workinnl.nl/en/living-in-nl/culture/cuisine/default.aspx
- Kenniscentrum Immaterieel Erfgoed Nederland (KIEN), „Poffertjesdag.“ Die jährliche Verteilung von Poffertjes an Grundschulkinder in Breukelen am 3. Oktober, seit 1915 von einem örtlichen Stand fortgeführt und über einen Nachlassfonds finanziert. https://www.immaterieelerfgoed.nl/nl/page/1128/poffertjesdag













