Raclette, traditionelles Schweizer Gericht: zerlaufener Käse fließt über Kartoffeln, dazu Essiggurken und Silberzwiebeln
Vorbereitung15 Min.
Garzeit20 Min.
Portionen4 Portionen
KücheSchweizer Küche

Raclette: das Schweizer Schmelzkäsegericht, das traditionelle Rezept

Raclette, der Schweizer Wintersklassiker: Man lässt die Schnittfläche eines halben Käselaibs vor einer Wärmequelle schmelzen und schabt sie auf gekochte Kartoffeln, oder man nimmt ein Tischgerät. Käseauswahl, Beilagen mit Cornichons, die vollständige Anleitung für zu Hause.

Gesamt: 35 Min.Schwierigkeit: Einfach

Cooking flow

Zubereitung

STEP 11 / 5

Die Kartoffeln kochen (25 Min.)

25 min

Kleine Kartoffeln werden mit Schale im Topf gekocht
Kleine Kartoffeln mit Schale in Salzwasser. Auf Schweizer Art kocht man sie, bis an der Oberfläche nur ein Hauch Salz bleibt. Die Schale wird auf keinen Fall abgezogen

Die kleinen Kartoffeln gut waschen und mit Schale in einen Topf geben. Mit Wasser bedecken, 1 EL Salz zugeben und 25 Minuten bei mittlerer Hitze kochen. Sie sind gar, wenn ein Holzspieß ohne Widerstand hineingleitet.

Abgießen, in den Topf zurückgeben, zudecken und etwa 2 Minuten mit der Restwärme das Wasser von der Oberfläche verdampfen lassen. Mit Schale warm halten.

Im Wallis bevorzugt man festkochende Sorten, die beim Kochen nicht zerfallen, wie Charlotte. Eine festkochende, saftige Sorte passt besser zum Käse als eine mehlige, die leicht zerfällt.

STEP 22 / 5

Den Raclettekäse vorbereiten (5 Min. + 30 Min. bei Raumtemperatur)

5 min + 30 min at room temperature

Raclettekäse wird in Scheiben geschnitten
Scheiben von Raclettekäse. In der goldenen Schnittfläche sind kleine Löcher zu sehen. In 5 mm Dicke passen sie genau in die Pfännchen des Geräts

Den Raclettekäse in 5 mm dicke Scheiben schneiden (in der Größe der kleinen Pfännchen des Raclettegeräts). Bei der traditionellen Methode mit dem halben Laib nicht schneiden, sondern die Schnittfläche einfach der Wärmequelle zuwenden.

Den Käse 30 Minuten vor dem Essen aus dem Kühlschrank nehmen. Kalt erhitzt, schmilzt er ungleichmäßig. Der richtige Zustand ist erreicht, wenn die Schnittfläche etwas geschmeidig ist und ein Fingerdruck eine leichte Spur hinterlässt.

STEP 33 / 5

Im Raclettegerät schmelzen (Tischgerät)

Käse schmilzt im Raclette-Tischgerät
Raclette-Tischgerät. Im Pfännchen beginnt der goldene Käse zu schmelzen, und die Oberfläche färbt sich leicht an. Die Blasen sind das Zeichen, dass er fertig ist

Das Tischgerät einschalten und etwa 5 Minuten vorheizen. Eine 5 mm dicke Käsescheibe in das Pfännchen legen und auf die untere Ebene schieben. Auf der oberen Platte kann man auch Trockenfleisch oder Pilze braten.

Nach 3 bis 5 Minuten beginnt der Käse zu blubbern, und die Oberfläche wird goldgelb. Das ist der richtige Zeitpunkt zum Essen.

Die traditionelle Methode: der halbe Laib „am Lagerfeuer"

Im Wallis spannt man den halben Raclettelaib in eine Spezialhalterung und stellt ihn vor das Kaminfeuer oder einen Elektrostrahler. Beginnt die Schnittfläche zu schmelzen, schabt man die Oberfläche mit dem Messer ab und lässt sie auf die Kartoffeln fließen. Das ist die Essweise, die dem Wort „racler" seinen Namen gab. Nachmachen lässt sie sich auch unter dem Backofengrill: den Käseblock auf Alufolie legen, die Schnittfläche auf der oberen Schiene schmelzen und mit dem Messer abschaben.

STEP 44 / 5

Über die Kartoffeln gießen (2 Min.)

2 min

Der Moment, in dem der geschmolzene Käse über die Kartoffeln fließt
Der Höhepunkt der Raclette. Aus dem Pfännchen fließt der zerlaufene Käse langsam über die gekochten Kartoffeln. Frisch gemahlener Pfeffer und das Grün der Cornichons setzen Farbakzente

2 bis 3 gekochte Kartoffeln auf einen Teller legen und den Käse aus dem Pfännchen, dessen Oberfläche blubbert und dessen Rand leicht goldgelb ist, darübergleiten lassen. Das Pfännchen kippen, sodass der Käse hinabrutscht und die Kartoffeln ganz bedeckt.

Frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer darübergeben und Cornichons und Silberzwiebeln dazulegen.

STEP 55 / 5

Essen, schmelzen, wiederholen (20 bis 30 Min.)

20–30 min

Tischszene eines Raclette-Abends: mehrere Personen rund um das Gerät
Raclette-Abend. Rund um das Tischgerät lässt jeder in seinem Pfännchen Käse schmelzen und genießt ihn mit Kartoffeln und Cornichons. Eine klassische Szene der Schweizer Winterabende

Raclette ist ein Essen, bei dem man „schmilzt, isst, wieder schmilzt". Das Gerät in die Tischmitte stellen und jeder lässt seinen Käse in seinem Tempo je 3 bis 5 Minuten schmelzen. Aufhören, wenn die Käseoberfläche blubbert, der Rand leicht Farbe nimmt und er beim Kippen des Pfännchens langsam als dickes Band fließt. Sofort mit Kartoffeln und Cornichons essen.

Jeder lässt seinen Käse mehrmals schmelzen. Wichtig ist der Wechsel zwischen Käse, Kartoffeln, Cornichons und Silberzwiebeln. Die Säure der Cornichons setzt den Mund zurück, und der nächste Käse schmeckt umso besser.

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Ingredients

Zutaten

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Hauptzutaten

Zutat Menge Ersatz und Hinweise
Raclettekäse 600 g Richtwert 150 g pro Person. In Scheiben oder als halber Laib
Kleine Kartoffeln (mit Schale) 800 g Eine festkochende Sorte. Mit Schale kochen
Cornichons (kleine Essiggurken) 150 g Unverzichtbar. Aus dem Glas
Silberzwiebeln (in Essig eingelegte Perlzwiebeln) 100 g Unverzichtbar. Im Feinkostladen
Bündnerfleisch (Trockenfleisch vom Rind) 80 g Ersatz: Rohschinken
Trockener Weißwein 1 Glas pro Person Zum Essen zu trinken. Fendant empfohlen
Den Raclettekäse auswählen

Es gibt vor allem drei Sorten Raclettekäse: (1) Walliser Raclette AOP (beste Qualität), (2) französischer Raclette (erschwinglich und von guter Qualität) und (3) Raclette in Scheiben, einzeln verpackt, schmilzt leicht und ist schnell zubereitet. Für ein traditionelles Essen ist die erste ideal, aber auch die zweite ergibt eine sehr gute Raclette. Den Käse 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen, dann schmilzt er gleichmäßiger.

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Beilagen (die Begleiter der Raclette)

Zutat Menge Rolle
Cornichons 150 g Die Säure setzt den Mund zurück. Nimmt dem Käse die Schwere
Silberzwiebeln 100 g Süßsauer. Im Wechsel mit dem Käse essen
Trockenfleisch 80 g Salzig und fleischiger Geschmack. Spezialität des Wallis
Schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen) Nach Geschmack Direkt auf den geschmolzenen Käse
Paprikapulver Nach Geschmack Für Farbe und eine Geschmacksnote
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Das „Schabe-Essen", entstanden am Lagerfeuer der Alpen

Das Wallis in der Schweiz. Weiden schmiegen sich an die steilen Hänge der Alpen, und die Tradition des Alpaufzugs, bei der man im Sommer das Vieh auf die Alp bringt, lebt bis heute. Hier oben haben die Hirten die Raclette erfunden.

Der Name stammt vom französischen „racler" (schaben, abkratzen). Man hält die Schnittfläche eines Käses ans Feuer, schabt den geschmolzenen Teil mit dem Messer ab und legt ihn auf gekochte Kartoffeln. Mehr ist es nicht, aber in dieser Einfachheit liegt die ganze Tiefe der Schweizer Esskultur. Geschmolzener Raclettekäse hat ein Aroma von gerösteten Nüssen und eine reiche, cremige Fülle; verbindet er sich mit der mehligen Weichheit einer Pellkartoffel, wird er zu einem Bissen des Glücks, der die Winterabende in den Alpen wärmt.

Was ist Raclette?

„Raclette" ist zugleich der Name eines Käses und eines Gerichts. Man halbiert einen Laib traditionellen Walliser Kuhmilchkäse, hält die Schnittfläche an eine Wärmequelle, bis sie schmilzt, und schabt sie mit dem Messer ab. Diese Essweise pflegen die Hirten der Alpen seit Jahrhunderten. Heute sind Raclette-Tischgrills weit verbreitet, und das Gericht hat sich als Essen mit Freunden zu Hause etabliert. Der Walliser Raclette trägt die geschützte Ursprungsbezeichnung (AOP).


Zutaten (4 Personen)

Was man bei der Raclette „nicht tun" sollte

Traditionell reicht man zur Raclette keinen Salat. Die grundlegenden Beilagen sind das Trio aus Cornichons, Silberzwiebeln und Trockenfleisch. Traditionell trinkt man trockenen Weißwein oder warmen Kräutertee und meidet kaltes Wasser oder Bier.



Tipps zum Kochen

Keine Angst vor dem „Anrösten" des Käses

Die dünne gebräunte Kruste auf dem Raclettekäse ist kein Fehler, sondern der beste Teil. Die Maillard-Reaktion bringt ein Aroma von gerösteten Nüssen und Karamellsüße. Nach Beginn des Blubberns noch 30 Sekunden bis 1 Minute warten, bis die Oberfläche goldbraun ist. Wird er schwarz, schmeckt er bitter: Die Kunst liegt darin, die Grenze gut zu erkennen.

Weißwein und Kräutertee

In der Schweizer Tradition trinkt man zum Essen trockenen Weißwein (idealerweise einen Walliser Fendant, sonst Sauvignon Blanc oder Chablis) und schließt mit warmem Kräutertee ab. Es heißt, kaltes Wasser und kaltes Bier ließen das Fett des Käses erstarren und machten ihn schwerer verdaulich.

Machen Sie Pausen

Weil Käse lange zur Verdauung braucht, ist es Brauch, während des Essens eine Pause von etwa 5 Minuten einzulegen. Man knabbert eine Essiggurke, trinkt einen Schluck Weißwein und unterhält sich: Das ist Slow Food auf Schweizer Art.

Weidelandschaft im Wallis in den Schweizer Alpen
Das Wallis in der Schweiz. An den steilen Hängen der Alpen breiten sich grüne Weiden aus, auf denen die Kühe die Milch für den Raclettekäse geben

Varianten

Raclette-Varianten: Gemüseversion und Meeresfrüchteversion
Raclette-Varianten. Außer Kartoffeln werden im modernen Stil auch Brokkoli, Pilze, Garnelen und vieles mehr mit geschmolzenem Käse überzogen

Raclette mit viel Gemüse

Zusätzlich zu den Kartoffeln Brokkoli, Blumenkohl, Karotten oder Paprika dämpfen und als Einlage verwenden. Man gibt das gedämpfte Gemüse ins Pfännchen, lässt den Käse darüber schmelzen und serviert dann.

Raclette mit Meeresfrüchten

Auf der oberen Ebene des Geräts Garnelen, Jakobsmuscheln und Baby-Mais braten und mit dem geschmolzenen Käse im Pfännchen verbinden. Die Festigkeit der Garnele und die Fülle des Raclettekäses ergeben eine überraschend gute Kombination. Auch mit Weißwein hervorragend.

Raclette auf Brot

Statt Kartoffeln lässt man den Käse über dicke Scheiben Landbrot oder Baguette fließen. Der Duft des gerösteten Brots und die schmelzende Textur des Käses passen zusammen. Auch dick geschnittenes Toastbrot kann dafür dienen.

Raclette-Burger

Eine üppige Version, bei der geschmolzener Raclettekäse über das Patty eines Hamburgers fließt. Der Käsegeschmack ist deutlich kräftiger.


Hintergrund des Gerichts

Ein „Bergessen" der Alpen seit dem Mittelalter

Die Geschichte der Raclette reicht mindestens bis ins Mittelalter zurück. In den Alpen, besonders im Wallis, bringt man seit Jahrhunderten im Sommer das Vieh auf die Alp.

Während ihrer Monate in den Bergen nahmen die Hirten haltbare Vorräte mit: Käse, Kartoffeln, Trockenfleisch, die alle zur Raclette gehören. Vor dem Feuer hält man die Schnittfläche des Käses an die Flamme, und ist sie geschmolzen, schabt man sie mit dem Messer auf die Kartoffeln. Diese vernünftige und köstliche Essweise hat sich unter dem Namen „Raclette" etabliert.

Raclette AOP: geschützte Ursprungsbezeichnung

Der „Raclette du Valais" ist in der Schweiz durch eine geschützte Ursprungsbezeichnung (AOP) geschützt. Dieser Käse wird nach strengen Vorgaben in der Region Wallis hergestellt.

Herstellung von Raclettekäse in einer traditionellen Schweizer Käserei
Eine Käserei im Wallis. Die Milch wird in einem großen Kupferkessel erhitzt, und der Raclettekäse wird auf traditionelle Weise hergestellt. Dieses Verfahren hat sich seit Jahrhunderten nicht geändert

Die Raclette als Schweizer Lebensart

Raclette ist nicht nur ein Gericht, sondern Teil der Schweizer Identität. So wie das georgische Khachapuri untrennbar mit der georgischen Identität verbunden ist, ist die Raclette für die Schweizer ein Gericht, das „den Ursprung ihrer Esskultur" symbolisiert.

Der „Racletteabend": ein geselliger Anlass im Winter

Im Schweizer Winter, etwa von Oktober bis März, finden häufig Racletteabende zu Hause statt. Freunde und Familie kommen zusammen, das Gerät steht in der Tischmitte, und jeder lässt seinen Käse in seinem Tempo schmelzen und unterhält sich dabei.

Das ist nicht ganz ein „Essen", sondern eher ein geselliger Moment: Die Zeit des Schmelzens schafft Pausen im Gespräch und entspannt alle. Wie beim dänischen Smørrebrød, bei dem man mehrere Brote zum Teilen selbst belegt, ist bei der Raclette der Vorgang selbst ein Teil des Vergnügens.

Die Wissenschaft des Käses: warum Raclettekäse „schmilzt"

Nicht jeder Käse schmilzt gut. Was den Raclettekäse auszeichnet, ist das feine Gleichgewicht zwischen Fließfähigkeit und Geschmack im geschmolzenen Zustand. Ein fettreicher Käse fließt cremig, ein mäßiger Wassergehalt verhindert, dass er wässrig wird, und die Reifung entwickelt seine Nussnote. Parmesan ist zu trocken, um gut zu schmelzen, Mozzarella zu wasserreich und wird wässrig. Raclettekäse liegt dazwischen. Zur Wissenschaft des Käses siehe Harold McGee, On Food and Cooking.


Nährwertangaben (pro Portion, bei 4 Portionen)

Ein Wintergericht, reich an Eiweiß und Calcium

Raclette ist kalorienreich, aber reich an Calcium, Eiweiß und Vitamin A. Seine Geschichte als „Bergessen" gegen die Schweizer Winterkälte hat ihre Logik. Aus den Kartoffeln kommt Vitamin C, aus den Cornichons Milchsäurebakterien.

Nährstoff Gehalt
Kalorien 580 kcal
Eiweiß 24 g
Fett 34 g
Kohlenhydrate 42 g
Ballaststoffe 4 g
Natrium 820 mg

Raclettekäse enthält etwa 750 mg Calcium pro 100 g und damit mehr als die empfohlene Tageszufuhr für Erwachsene (700 mg). Er ist auch reich an Vitamin A; besonders Käse aus der Milch grasgefütterter Kühe enthält viel Beta-Carotin, das dem Käse seine goldene Farbe gibt. Kartoffeln behalten beim Kochen relativ gut ihr Vitamin C, etwa 15 mg pro 100 g. Cornichons (milchsauer vergoren) enthalten Milchsäurebakterien, die gut für die Darmflora sind, eine sinnvolle Beilage, die die Verdauung des Käses unterstützt.


Dazu passt auch

  • Flämische Carbonade - gleiche Region: Zutaten und Aromen lassen sich weiterverwenden.
  • Waterzooi (auf Japanisch) - gleiche Region: Zutaten und Aromen lassen sich weiterverwenden.
  • Risotto alla ticinese (auf Japanisch) - ein Reisgericht aus dem Süden der Schweiz, das den italienischsprachigen Tisch mit dem Bergkäsegericht vergleichen lässt.
  • Pasticada (auf Japanisch) - gleiche Region: Zutaten und Aromen lassen sich weiterverwenden.

Häufige Fragen

FAQ: fünf häufige Fragen

Hier sind die Fragen, die sich beim ersten Raclette am häufigsten stellen.

F1. Gibt es einen Ersatz, wenn man keinen Raclettekäse bekommt?

Greyerzer ist der nächste Ersatz, ein Schweizer Käse, der ähnlich schmilzt. Auch französischer Reblochon oder Comté gehen. Am einfachsten ist Gouda (mehr als 3 Monate gereift), dessen Fließfähigkeit geschmolzen der Raclette nahekommt. Schmelzkäse aus der Packung schmilzt ganz anders und eignet sich nicht.

F2. Was tun ohne Raclettegerät?

Der Backofengrill genügt. Kartoffeln in eine ofenfeste Form legen, mit Käsescheiben belegen und 3 bis 5 Minuten schmelzen lassen. Auch Alufolie auf einer Heizplatte mit dem Käse darauf funktioniert. Mit einem Holzfeuer kann man den Käseblock sogar wie vor Ort vor der Flamme schmelzen.

F3. Was trinkt man zur Raclette?

Die Schweizer Tradition ist trockener Weißwein (Fendant, Chasselas). Leicht erhältliche, ähnliche Weine sind Chablis oder Sauvignon Blanc. Bier ist traditionell tabu, doch in der heutigen Schweiz trinken manche auch ein leichtes Lager.

F4. Wie viel Käse braucht man pro Person?

In der Schweiz rechnet man 150 bis 200 g pro Person. Das mag viel erscheinen, aber da man in 3 bis 5 Durchgängen langsam isst, ist es genau richtig. Beim ersten Mal mit 150 g pro Person beginnen und bei Bedarf nachlegen.

F5. Dürfen Kinder das essen?

Natürlich. Es sind nur Käse und Kartoffeln, also ist es für Kinder unbedenklich. Den eigenen Käse im Pfännchen zu schmelzen macht auch Spaß, das ist eine schöne Familienaktion.


Weitere Käsegerichte und traditionelle Gerichte Europas

Die europäische Esskultur weiter entdecken

Wer sich für Raclette interessiert, kann die Käsekultur und die traditionellen Gerichte Europas weiter erkunden.

  • Flämische Carbonade -- belgischer Bierschmortopf. Die europäische Schmorkultur des Winters
  • Moussaka -- griechischer Auflauf aus Aubergine und Béchamel. Die Käsekultur des Mittelmeers
  • Khachapuri -- Käsebrot aus Georgien. Die Käsekultur des Kaukasus

Die europäische Käsekultur ist tief in Landschaft und Geschichte jedes Landes verwurzelt.

  • Gulasch -- ungarische Schmorsuppe. Die Winterküche Mitteleuropas
  • Svíčková (auf Japanisch) -- tschechisches Rindfleisch in Rahmsauce. Ein traditionelles mitteleuropäisches Gericht

Quellen

Das Matterhorn und das Dorf Zermatt im Winter
Winterlandschaft in Zermatt mit Blick auf das Matterhorn. Auch am Fuß dieses Berges bleibt Raclette das Festessen der Winterabende
  • McGee, H. (2004). On Food and Cooking: The Science and Lore of the Kitchen. Scribner. -- Ein umfassendes Werk zur Wissenschaft des Käseschmelzens