Nordindisches Phirni in einer Tonschale, kaltes Reis-Milch-Dessert mit Safran, Pistazien, Mandeln und Rosenblättern
Vorbereitung35 Min.
Garzeit35 Min.
Portionen6 Portionen
KücheIndische Küche, Nordindien

Phirni: das kalte Milchreisdessert aus Nordindien

Phirni ist ein nordindisches Dessert aus grob gemahlenem Reis, in Milch gekocht und kalt gegessen. Reis mahlen, die Milch nicht anbrennen lassen, Safran und Kardamom zur Geltung bringen, warum Tonschalen, Ersatzzutaten, Aufbewahrung und häufige Fehler.

Gesamt: 3 Std. 10 Min.Schwierigkeit: Einfach

Cooking flow

Zubereitung

STEP 11 / 7

Reis einweichen und grob mahlen

35 min

Eingeweichter Basmatireis wird abgegossen und im Mörser grob zerkleinert
Den Reis nicht zu Pulver mahlen, sondern bei einer Körnung aufhören, in der man kleine Körnchen sieht

Ohne Feuer. 60 g Basmatireis in eine Schüssel geben und mit dreimal gewechseltem Wasser leicht waschen. Reiben sich die Körner aneinander, brechen sie zu fein: nur mit den Fingerspitzen das Wasser bewegen. 30 Minuten einweichen, abgießen und 5 Minuten stehen lassen. Mit Mixer, Gewürzmühle oder Mörser zu etwa grobem Grieß zerkleinern. Als Maßstab sollten Körnchen von 0.5 bis 1 mm bleiben, kein Pulver. Zu große Körner bleiben auf der Zunge, zu feine backen wie Kleister zusammen.

STEP 22 / 7

Milch erwärmen und Safran anquellen lassen

10 min

Milch in einem dickwandigen Topf erwärmen, Boden mit dem Holzlöffel abstreichen
Die Milch nicht kochen lassen, sondern bei der Temperatur halten, bei der sich am Topfrand kleine Bläschen zeigen

Von 1 L Milch 2 EL in ein kleines mikrowellengeeignetes Gefäß geben und bei 600 W 20 Sekunden erwärmen. Den Safran zugeben und stehen lassen, bis das Gelb sich löst. Die übrige Milch in einen dickwandigen Topf geben und bei mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten erwärmen. Wenn sich am Topfrand feine Bläschen aufreihen und die Oberfläche kurz davor ist, sich zu heben, auf mittlere bis niedrige Hitze stellen. Richtwert für die Temperatur ist 90 bis 95 Grad C. Kocht die Milch, läuft sie über, und das Milcheiweiß brennt am Boden an. Mit dem Holzlöffel über den Boden streichen; bildet sich eine dünne Haut, sie von der Topfwand zurückholen.

STEP 33 / 7

Den grob gemahlenen Reis nach und nach zugeben

5 min

Paste aus grob gemahlenem Reis wird in dünnem Strahl in die warme Milch gegossen
Wird der Reis vorher mit Milch gelockert, bildet er im Topf kaum Klümpchen

Mittlere bis niedrige Hitze. Gibt man den gemahlenen Reis auf einmal hinein, klumpt er leicht: etwa 4 EL warme Milch unter den Reis rühren, bis eine lockere Paste entsteht, und dann in den Topf geben. Mit einer Hand die Paste in dünnem Strahl einlaufen lassen, mit der anderen den Holzlöffel ständig bewegen. Die Oberfläche soll nur leicht in kleinen Bläschen blubbern, bei etwa 90 Grad C. Verteilen sich die weißen Körnchen in der Milch und bleibt am Boden kein Klumpen zurück, läuft es gut.

STEP 44 / 7

Den Reis garen und Dicke aufbauen

18 min

Phirni dickt im Topf an und fließt langsam vom Holzlöffel
Im warmen Zustand bei einer noch etwas lockeren Dichte aufhören. Beim Abkühlen wird es fester

Zwischen niedriger und mittlerer bis niedriger Hitze 85 bis 90 Grad C halten. Alle 2 Minuten den Topfboden mit dem Holzlöffel großflächig abstreichen, damit der Reis nicht am Boden festbackt. Nach 10 Minuten wird die Milch etwas schwerer, und die Spur des Löffels bleibt einen Moment sichtbar. Nach 15 Minuten ein Korn herausnehmen und zwischen den Fingern drücken, ob ein Kern bleibt. Die Körner behalten eine feine Form, und im Mund bleiben sie nicht sandig, sondern als weiche Reiskörnchen.

STEP 55 / 7

Zucker, Safran und Kardamom zugeben

6 min

Safranmilch und Kardamom werden in den Topf mit Phirni gegeben
Den Safran in Milch anquellen lassen und nach dem Zucker bei niedriger Hitze kurz einziehen lassen

Auf niedrige Hitze stellen und 90 g Zucker, 1 Prise Salz, die Safranmilch und die zerdrückten Kardamomsamen zugeben. Mit dem Zucker wird die Masse zuerst lockerer, hält aber nach 4 bis 6 Minuten Rühren bei niedriger Hitze wieder zusammen. Den Topf bei etwa 85 Grad C halten, ohne große Blasen an der Oberfläche. Duftet der Kardamom und ist alles hell cremefarben, 1/2 TL Rosenwasser zugeben und ausschalten. Zuletzt zugegeben, verfliegt der Duft des Rosenwassers weniger.

STEP 66 / 7

Nüsse zugeben und auf Schalen verteilen

8 min

Warmes Phirni wird auf Tonschalen verteilt
Beim Verteilen noch so locker lassen, dass es vom Löffel fließt

Die Hälfte der Mandeln und Pistazien zugeben und im Topf vom Herd 1 Minute rühren. Alles soll glatt zusammenhalten, die Nüsse nicht auf den Boden sinken, sondern gleichmäßig im Reismilchbrei verteilt sein. Mit der Kelle geschöpft soll er in einem dünnen Band fallen und sich in der Schale langsam ausbreiten. Fällt er schwer und klumpig, 2 EL Milch zugeben und 1 Minute bei niedriger Hitze zurückholen. Auf Tonschälchen oder Keramikschälchen verteilen. Leicht mit Wasser befeuchtete Schalen verhindern, dass das warme Phirni haftet, und nach dem Kühlen lässt es sich leichter löffeln.

STEP 77 / 7

Zum Abschluss kühlen

2 h

Phirni in Tonschalen kühlt im Kühlschrank
Beim Abkühlen im Kühlschrank nimmt der Reis Flüssigkeit auf, deshalb im Topf nicht zu stark einkochen

Die restlichen Nüsse auf die Oberfläche streuen und 15 bis 20 Minuten abkühlen lassen. Mit einem Deckel oder kleinen Teller so abdecken, dass nichts die Oberfläche berührt und sie nicht austrocknet, und mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Der Kühlschrank sollte etwa 4 Grad C haben. Kurz vor dem Essen einige Safranfäden und etwas essbare Rosenblätter darauflegen. Taucht man den Löffel ein und die Oberfläche ist leise fest, innen aber glatt fließend, ist es fertig. Ist es zu fest, mit je 2 TL kalter Milch auflockern.

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Ingredients

Zutaten

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Zutaten

Zutat Menge Hinweise und Ersatz
Basmatireis 60 g Mit Rundkornreis: 50 g. Er klebt stärker, nicht zu Pulver mahlen
Wasser Nach Bedarf zum Einweichen Reis 30 Minuten einweichen
Vollmilch 1 L Naturbelassen. Fettarme Milch hat zu wenig Dichte und Fülle
Zucker 90 g Kälte dämpft die Süße. Für weniger süß: 75 g
Safran Eine Prise, etwa 0.05 g In 2 EL heißer Milch anquellen lassen
Kardamom 4 Kapseln Kapseln aufbrechen und die Samen leicht zerdrücken. Gemahlen: 1/3 TL
Rosenwasser 1/2 TL Wenn vorhanden. Zu viel schmeckt wie Parfüm
Mandeln 15 g In dünnen Blättchen. Ungesalzen
Pistazien 15 g Grob gehackt. Ungesalzen
Salz Eine Prise Schärft die Süße
Rosenblütenblätter Etwas Essbare, wenn vorhanden. Kann entfallen
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Aus der kühlen Tonschale kehrt der Duft von Reis und Milch zurück

Solange man mit dem Holzlöffel den Topfboden abstreicht, ist das ein ziemlich unscheinbares Gericht. Milch, Reis, Zucker: lauter weiße Zutaten, und zuerst ist auch der Duft schwach. Doch wenn der grob gemahlene Reis die Milch langsam bindet, das Gelb des Safrans sich löst und das grüne Aroma des Kardamoms aufsteigt, wird die Luft in der Küche um eine Stufe festlicher.

Phirni (auch Firni, auf Hindi फिरनी) ist ein nordindisches Reis-Milch-Dessert: grob gemahlener Reis, in Milch gekocht und kalt gegessen. Bei Milchreis denkt man schnell an einen süßen Brei aus ganzen Körnern, aber beim Phirni wird der Reis zuerst grob zerkleinert. Dadurch fühlt er sich im Mund glatter an als Kheer, hat aber mehr Reisgefühl als ein Pudding.

Drei Dinge sind in der Küche wichtig: den Reis nicht zu Mehl mahlen, die Milch nicht bei starker Hitze zu stark einkochen und im warmen Zustand etwas lockerer aufhören. Im Kühlschrank nimmt der Reis weiter Flüssigkeit auf; erreicht man die Endkonsistenz schon im Topf, hat man am nächsten Morgen einen harten Reisklumpen. Dieser Beitrag folgt dem Ablauf des Kochens: eine Körnung, die man mit Mixer oder Mörser hinbekommt, Hitze ohne Anbrennen und ein Ersatz für Tonschalen.

Unter den ähnlich klingenden Reis-Milch-Süßspeisen merkt man sich: Doodhpak (auf Japanisch) ist eher westindisch und leicht, mit Reiskörnern, Phirni eher nordindisch, ein kaltes Dessert aus grob gemahlenem Reis. Als Abschluss in einer Schälchen passt Phirni, zu Pooris als süßes Essen Doodhpak.

Einheimischer Name und regionale Unterschiede

Auf Englisch liest man Phirni wie Firni. Man spricht davon vor allem in Nordindien, im Punjab, in Mogul-Lokalen und auf Ramadan- und Festtafeln; Menge an Safran, Rosenwasser, Kewra-Wasser und Nüssen schwankt je nach Region und Lokal. Rund um Kaschmir spricht man auch von Phirin, das aus Grieß statt aus Reis gemacht wird.


Zutaten: wenig Reis, Duft nicht übertreiben

Basmatireis, Milch, Zucker, Safran, Kardamom, Nüsse und Tonschalen für Phirni
Wenig Zutaten, aber Körnung des Reises und Menge des Dufts verändern das Ergebnis stark

Für 6 Personen. Als Schälchen nach dem Essen reicht es für 6, soll das Süße der Hauptdarsteller sein, kann man auch zu viert teilen. Ohne Tonschälchen gehen flache Keramik, Dessertgläser oder Tassen.

Hinweise zu Allergien und Aufbewahrung

Verwendet werden Milchprodukte und Nüsse. Man kann das Dessert auch ohne Nüsse machen, achten Sie aber bei gleichen Geräten auf Kreuzkontakt. Da die Milch lange erhitzt wurde, schnell abkühlen lassen und in einem sauberen Behälter im Kühlschrank aufbewahren. Was lange bei Raumtemperatur stand, sollte nicht auf den nächsten Tag verschoben werden.


Zutaten, bei denen man ins Grübeln kommt

Milch, Zucker und Nüsse gibt es überall. Im Asialaden oder online lohnt die Suche nach dem, was den Duft am Ende bestimmt: Basmatireis, Safran, Kardamom. Von jedem braucht man wenig, und sie passen auch zu Samosa, Dal Tadka (auf Japanisch) und Raita.

Mit duftendem Basmati wird das Dessert leichter. Rundkornreis geht auch, aber mit 60 g klebt er leicht: nehmen Sie 50 g und lassen Sie die Körnung etwas gröber.

Safran dient nicht zum Färben, sondern legt einen Duft hinter die Süße der Milch. In Mengen schmeckt er nach Heilkraut, beginnen Sie also mit einer Prise. In warmer Milch statt in kochendem Wasser angequollen, fügt er sich besser in den runden Geschmack des Phirni.

Kardamom geht auch gemahlen, aber wenn man die Kapseln aufbricht und die Samen zerdrückt, tritt das grüne Aroma schöner in die Milch. Gemahlen beginnen Sie mit 1/3 TL. Bei einer weißen Süßspeise tritt sonst bei zu viel nur der Duft hervor.


Zubereitung: Reis grob mahlen, nicht anbrennen, kalt fertig werden lassen

Phirni wird zu neun Zehnteln im Topf und zu einem Zehntel im Kühlschrank fertig. Probiert man frisch, soll es sich „etwas locker" anfühlen. Beim Abkühlen nimmt der Reis die Milch auf, und es wird genau so dick, dass man es mit dem Löffel essen kann.


Kheer, Doodhpak, Phirni: worin sie sich unterscheiden

Phirni mit Chai und einem leichten Imbiss, nordindische Tafel
Kaltes Phirni lässt sich nach scharfem Essen oder zur Chai-Zeit gut in einer kleinen Schale servieren

Indische Milchsüßspeisen haben ähnliche Namen, und allein mit der Suche verwirrt man sich leicht. Damit man in der Küche nicht ins Schwanken kommt, hilft es, sie nach dem Umgang mit dem Reis zu unterscheiden.

Gericht Umgang mit dem Reis Textur Richtwert in der heimischen Küche
Phirni Nach dem Einweichen grob gemahlen Glatt, aber mit Körnchen. Kalt gegessen Etwa 60 g Reis auf 1 L Milch
Kheer Oft ganze Körner gekocht Häusliche Süße nahe am Reisbrei Mit Rundkornreis leicht, klebt aber
Doodhpak Wenige Körner bleiben Milch ist die Hauptsache, leicht Viel Milch, wenig Reis. Auch warm zu essen
Basundi Auch ohne Reis möglich Reiche Süße aus eingekochter Milch Die eingekochte Milch ist die Hauptsache, nicht der Reis

Phirni ist kein Pudding, der mit Reismehl gebunden wird. Durch das grobe Zerkleinern des Reises bekommt die Milch Bindung, und beim Essen bleiben feine Körnchen. Zu Hause kommt man der Textur vor Ort mit etwas grobem Reis näher als mit einem ganz feinen Mehl.

Ein weiterer Unterschied ist die Schale. Tonschälchen sind nicht nur fürs Auge: sie beeinflussen auch das Abkühlen und die Feuchtigkeit an der Oberfläche. Unglasierter Ton lässt etwas Feuchtigkeit entweichen und beruhigt die Oberfläche des Phirni. Ohne sie bringen flache Keramik oder kleine Auflaufförmchen ein ähnliches Esserlebnis. In einem tiefen Glas kühlt die Mitte schlecht ab, und nur am Boden bleibt es manchmal locker.

Wo es leicht schiefgeht

Links ein hart gewordenes Reisdessert, rechts locker fließendes Phirni zum Vergleich der Dichte
Zu festen Zustand nach dem Kühlen mit der richtigen, vom Löffel fließenden Dichte vergleichen

Fehler beim Phirni entstehen mehr durch die Dichte als durch die Würzung. Was im warmen Topf genau richtig aussieht, wird beim Abkühlen fest. Am wichtigsten ist es, vom Ergebnis nach dem Kühlen aus zurückzurechnen, wann man ausschaltet.

Fehler Ursache Abhilfe
Nach dem Kühlen fest Zu viel Reis, zu stark eingekocht, im warmen Zustand schon zu schwer Mit je 2 TL kalter Milch auflockern. Beim nächsten Mal 5 g weniger Reis
Klumpen Gemahlener Reis direkt in den Topf gegeben Mit Milch zu lockerer Paste verrühren und dünn einlaufen lassen
Topfboden brennt an Starke Hitze, dünner Topf, Boden nicht abgestrichen Dickwandiger Topf, höchstens mittlere bis niedrige Hitze, alle 2 Minuten über den Boden streichen
Duft zu stark Zu viel Safran, Rosenwasser oder Kardamom Safran: eine Prise. Rosenwasser: höchstens 1/2 TL
Mehlig Reis zu fein gemahlen, nicht gar Beim nächsten Mal gröber mahlen. Für diesen Topf Milch zugeben und 5 Minuten bei niedriger Hitze verlängern
Süße verwaschen Für ein kaltes Dessert zu wenig Zucker, kein Salz Eine Prise Salz. Für kalt nicht unter 75 g Zucker gehen

Als Maß für die Dichte gilt: Auf dem Löffel soll es eher „fließen" als „fallen". Nach 2 Stunden im Kühlschrank ist die Oberfläche leise fest und die Mitte bewegt sich glatt: das ist der richtige Zustand. Wer einen festen Pudding anstrebt, verliert die Weichheit des Reises, die das Phirni ausmacht.

Ersatzzutaten und wie man dem Geschmack näherkommt

Phirni hat wenige Zutaten, deshalb sind die Stellen für Ersatz klar. Statt alles an die Originalzutaten anzunähern, ist es einfacher, zwischen dem, was man bewahrt, und dem, was man ersetzt, zu unterscheiden.

Strittige Zutat Wenn man treu bleibt Realistischer Ersatz Wirkung aufs Ergebnis
Reis Basmatireis Rundkornreis, 50 g, etwas gröber zerkleinert Duft schwächer, etwas weicher
Milch Naturbelassene Vollmilch Fettarme Milch meiden; fehlt es, 2 EL Sahne zugeben Allein fettarme Milch ist zu dünn
Safran Wenig, in Milch angequollen Kann entfallen. Farbe blasser Weniger Duft, Kardamom gleicht aus
Rosenwasser 1/2 TL Kann entfallen. Vanille lieber nicht verwenden Zu viel geht Richtung Konditorei
Tonschale Kleine Schale aus unglasiertem Ton Flache Keramik, Förmchen Tiefe Gefäße kühlen in der Mitte schlecht
Nüsse Pistazien, Mandeln Auch nur eine Sorte Ändert Biss und festlichen Anblick

Mit dem Angebot eines normalen Supermarkts genügen Rundkornreis, gemahlener Kardamom und Mandeln, um dem Gericht Gestalt zu geben. Auch dann bleibt es beim groben Mahlen des Reises und beim Fertigwerden im Kühlen. Wer dagegen mit Safran und Rosenwasser den Duft aufdrängt, lässt den stillen Geschmack von Milch und Reis untergehen.

Servieren, aufbewahren, im Menü

Kaltes Phirni in einer kleinen Schale bringt nach scharfem Essen den Mund wieder zur Rundheit zurück. Nach Tandoori Chicken oder einem würzigen Hülsenfruchtgericht ist es als süßer Abschluss mit Chai gut zu handhaben. Nach Frittiertem reicht eine kleine Schale.

Wollen Sie der Tafel noch mehr Geschichte geben, kombinieren Sie es mit salzigen Samosa, säuerlichem Raita und Linsen-Dal Tadka (auf Japanisch). Macht man das Süße nicht zum Hauptdarsteller, sondern lässt zum Schluss ein kaltes Schälchen kommen, wird das Menü nicht schwer.

Als Richtwert im Kühlschrank 2 Tage. Bei Aufbewahrung in den Schalen leicht mit einem kleinen Teller oder Folie abdecken, damit die Oberfläche nicht austrocknet. Folie direkt auf der Oberfläche macht diese beim Abziehen rau; etwas Luftraum erhält das schöne Aussehen. Ist es am nächsten Tag fest, mit je 2 TL kalter Milch auflockern. Erwärmen geht, aber das Wesen des Phirni ist, kalt zu sein. Wer es warm essen möchte, erwärmt es in der Mikrowelle bei 600 W in Schritten von 20 Sekunden und macht es nicht ganz heiß, damit der Duft bleibt.

Häufige Fragen

Geht es mit Reismehl?

Ja, aber die Textur ändert sich. Handelsübliches Reismehl ist oft zu fein: glatt zwar, aber ohne das für Phirni typische kleine Körnchengefühl. Wenn Sie es verwenden, 40 g Reismehl in 100 ml Milch gut anrühren und nach und nach in den Topf geben. Es klumpt leicht, deshalb bei niedriger Hitze arbeiten.

Ist Rundkornreis in Ordnung?

Ja. Da er klebt, die Menge auf 50 g senken. Nach dem Einweichen beim Zerkleinern kurz mixen, damit kein Pulver entsteht. Der Duft ist zurückhaltender als bei Basmati; den Kardamom etwas sorgfältiger zerdrücken, dann fehlt weniger.

Braucht man unbedingt Tonschälchen?

Nein. Flache Keramikschälchen, Dessertgläser oder Tassen gehen. Tonschalen bringen vor allem Aussehen, Abkühlen und Ruhe der Oberfläche. Tiefe Gläser meiden, wenn es schnell gehen soll, da der Boden schlecht kühlt.

Ist es ohne Safran noch Phirni?

Ja. Safran liefert Duft und Farbe, er ist kein notwendiges Bindemittel. Lässt man ihn weg, runden wenig Kardamom und Rosenwasser ein weißes Phirni ab. Mit Kurkuma gelb zu färben vermeiden Sie besser, der Duft geht dann in eine andere Richtung.

Wann schaltet man ab?

Wenn es im warmen Topf in dünnem Strahl vom Holzlöffel fließt. Fällt es schwer vom Löffel, bleibt die Spur lange am Boden sichtbar oder hat der Reis fast alle Flüssigkeit aufgenommen, ist es zu stark eingekocht. Da es beim Abkühlen unweigerlich fest wird, geht man mit dem Gefühl vor, vor dem Fertigsein aufzuhören.