Hwajeon: Ein kleiner weißer Reiskuchen mit einer Blüte obenauf
Den Teig bei niedriger Hitze weiß und weich halten. Die Blüten erst auflegen, wenn beide Seiten gegart sind, und dann mit der Blütenseite nach unten eine Sekunde andrücken.
Hwajeon (화전, 花煎) sieht aus wie ein winziges Blumenbild auf einer weißen Scheibe. Die Grundlage ist Klebreismehl, das mit kochendem Wasser angerührt wird. Der Teig wird zu kleinen Rundlingen geformt, in wenig Öl gebraten und zum Schluss mit Blütenblättern auf einer Seite belegt. Weil der Teig aus Klebreis besteht, sind die Küchlein weich und zart-zäh statt kuchenartig locker.
Koreanische Nachschlagewerke ordnen das Gericht dem Frühling zu. Die Korea Tourism Organization (VISITKOREA) und die Encyclopedia of Korean Culture beschreiben beide einen Ausflug am dritten Tag des dritten Mondmonats, bei dem man Azaleenblüten pflückte und daraus Blütenkuchen briet. Die Enzyklopädie sagt, dieser Brauch reiche bis in die Goryeo-Zeit zurück. Dieser Artikel gibt das als Darstellung der Enzyklopädie wieder und behandelt es nicht als gesicherte Ursprungsgeschichte.
Dieses Rezept folgt einer häuslichen Version aus dem schriftlichen Rezept von Maangchi. Sekai Gohan hat es nicht in der Küche getestet. Es ergibt zehn Küchlein von etwa 6–7 cm Durchmesser, serviert mit Honig und Tee. Andere regionale und historische Varianten werden weiter unten beschrieben; ihre Methoden und Mengen bleiben vom Rezept getrennt. Weitere Gerichte vom selben Tisch finden Sie unter Südkorea.
Im Englischen heißt Hwajeon „pan-fried sweet rice cake“ (Maangchi, VISITKOREA) oder „pancake“ (das Korean Traditional Knowledge Portal führt den Eintrag unter „Chrysanthemum Pancake“). Es ist aber kein Pfannkuchen aus flüssigem Teig. Der Teig ist ein gekneteter Klebreisteig.
Woher Hwajeon kommt: Frühlingsblumen auf Reisteig
VISITKOREA definiert Hwajeon als Reiskuchen, bei dem Blütenblätter auf Klebreisteig gelegt und in Öl gebraten werden. Die Encyclopedia of Korean Culture gibt denselben Umriss: Klebreismehl wird geknetet, in Öl gebraten und mit Blumen der Saison belegt.
Beide Quellen verbinden das Gericht mit dem Frühlingsausflug am dritten Tag des dritten Mondmonats, wenn die Azaleen blühen. VISITKOREA ergänzt, dass die Blüte mit der Jahreszeit wechselt; genannt werden unter anderem Birnenblüten, Rosen und Chrysanthemen. Gibt es keine Blüten, legen die Köchinnen und Köche stattdessen Blätter, Manna-Flechte oder Jujuben zu Blumenformen. Manna-Flechte ist eine Flechte, kein Pilz.
Das Azaleenpflücken gehört nur zur Kulturgeschichte. Es ist keine Empfehlung, Blumen in der Natur oder im Garten zum Kochen zu pflücken. Verwenden Sie für dieses Rezept ausschließlich Blüten, die als Lebensmittel verkauft werden und bei denen Art und Verwendungszweck bekannt sind (siehe die Hinweise zur Auswahl weiter unten).
Beide Quellen beschreiben auch, dass Hwajeon in Honig getunkt oder mit Zucker bestreut wird. Das Rezept hier folgt der Honigvariante.
Zutaten: Sechs Dinge für 10 Küchlein

Aus dem Teig werden 10 Küchlein, jeweils auf 6–7 cm Durchmesser flach gedrückt. Nehmen Sie so viele Blüten, dass alle zehn oben verziert werden können.
Ausrüstung
- Wasserkocher oder Topf zum Kochen von Wasser
- Rührschüssel
- Kochlöffel aus Holz
- US-Messbecher und Messlöffel
- Frischhaltefolie oder eine andere Abdeckung für die Teigkugeln
- Große beschichtete Pfanne
- Pfannenwender
- Servierteller
Mehl, Salz und Blüten auswählen
Klebreismehl bestimmt die ganze Konsistenz. Suchen Sie nach „Klebreismehl“ („glutinous rice flour“) oder „Sweet Rice Flour“. Gewöhnliches Reismehl (ohne Klebreis) ist ein anderes Produkt. Verwenden Sie es nicht als gleichwertigen Ersatz.
Salz. Kosher-Salz hat eine andere Körnung als viele Speisesalze. Nehmen Sie ein anderes Salz, ändert sich die Salzigkeit. Passen Sie die Menge vorsichtig an.
Verwenden Sie nur Blüten, die im Handel als essbar verkauft werden und bei denen die Verpackung die Blütenart nennt und angibt, dass sie zum Verzehr bestimmt sind. Nehmen Sie keine Gartenblumen, keine Blumen vom Wegesrand oder aus der Wildnis und keine Zier-Schnittblumen. Wenn Sie eine Blume nicht sicher bestimmen können, verwenden Sie sie nicht. Das Aussehen einer Blume beweist weder ihre Art noch ihre Unbedenklichkeit; das gilt auch für die Fotos auf dieser Seite. Wenn Sie schon einmal auf bestimmte Blüten oder Pollen reagiert haben, meiden Sie diese Blüten. Sie können die Küchlein auch ohne Blüten servieren.
Geben Sie Babys unter einem Jahr keinen Honig und keine Speisen, die Honig enthalten. Das gilt auch, wenn die Speise gegart wurde.
Reis ist das wichtigste Allergen, das beim Teig zu beachten ist. Passt Honig nicht an Ihren Tisch, ist selbst gemachter Sirup eine Alternative zum Abschluss.
Zubereitung: Zweimal braten, dann die Blüte
Sobald das Öl warm ist, bleibt die Hitze niedrig, damit die Küchlein weiß bleiben. Die Blüten kommen erst darauf, wenn beide Seiten der schlichten Scheibe gegart sind. Sie kommen nie auf rohen Teig und landen nur auf einer Seite. Die Fotos zeigen die einzelnen Handgriffe. Genaue Mengen, Temperaturen oder die Frage, ob eine Blüte essbar ist, können sie nicht zeigen.
Probleme in Schüssel und Pfanne beheben
| Problem | Wahrscheinliche Ursache | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Der Teig ist zu heiß zum Kneten | Es wurde zu früh mit dem Kneten begonnen | In der Schüssel lassen und warten, bis Sie ihn angenehm anfassen können. Bis dahin mit dem Kochlöffel arbeiten |
| Kugeln oder Scheiben trocknen aus oder reißen an den Rändern | Sie blieben unbedeckt liegen | Die Kugeln unter Frischhaltefolie halten und zum Flachdrücken einzeln herausnehmen |
| Die Küchlein bräunen stark | Die Hitze ist zu hoch | Die Hitze auf niedrig stellen. Ziel sind weiße Küchlein mit nur leicht knuspriger Unterseite, nicht goldbraun |
| Die Blüten bleiben nicht haften | Die Blütenseite wurde nicht gegen die Pfanne gedrückt | Das Küchlein mit der Blütenseite nach unten wenden und eine Sekunde mit dem Pfannenwender andrücken |
| Blüten sitzen auf beiden Seiten oder auf rohem Teig | Die Blüten kamen zu früh dazu | Blüten erst auflegen, wenn beide schlichten Seiten gegart sind und die Scheibe ein zweites Mal gewendet wurde. Jedes Küchlein trägt Blüten nur auf einer Seite |
Dieses Rezept nennt keine Aufbewahrungsdauer. Hwajeon soll frisch gegessen werden, solange der Teig noch weich ist.
Variationen, die das Gericht unverändert lassen
- Die Blütenfarben ändern. Die Blumen der Saison sind in Korea unterschiedlich (VISITKOREA, Encyclopedia of Korean Culture). Wählen Sie Ihre Farben zu Hause nur aus im Handel verkauften, lebensmittelgeeigneten essbaren Blüten.
- Ohne Blüten verzieren. VISITKOREA beschreibt Blätter, Manna-Flechte oder Jujuben, die zu Blumenformen gelegt werden, wenn es keine Blüten gibt. Das ist eine andere Art der Verzierung, und ihre Zutaten gehören nicht zum Rezept oben.
- Selbst gemachten Sirup statt Honig nehmen. Maangchi nennt selbst gemachten Sirup als alternativen Abschluss. Eine Sirup-Rezeptur wird hier nicht angegeben.
- Weniger Honig nehmen. Wenn Sie es weniger süß mögen, beträufeln Sie sparsamer. Der Teig selbst bleibt gleich.
- Die Art des Servierens wählen. Reichen Sie die Küchlein mit Tee als Süßigkeit oder als leichten Snack.
Andere Arten von Hwajeon: regionale und historische Unterschiede
Das Rezept oben ist eine häusliche Variante. Koreanische Quellen beschreiben andere, und sie funktionieren so anders, dass man sie nicht mit diesem Rezept vermischen sollte.
| Variante | Worin sie sich unterscheidet | Quelle |
|---|---|---|
| Seopjeon aus der Gegend um Iksan | Ähnliche Form, aber Soju kommt in den Teig | VISITKOREA |
| Stil der Palastküche | Teig etwa 5 mm dick ausgerollt, mit Formen ausgestochen und frittiert | Encyclopedia of Korean Culture |
| Rezept aus einer regionalen Datenbank („Chrysanthemum Pancake“) | Blüten oben, das Küchlein wird nicht gewendet; Öl wird zum Garen über die Oberseite gelöffelt. Es hat eigene Mengenangaben, die hier nicht gelten | Korean Traditional Knowledge Portal |
Die häusliche Variante hier unterscheidet sich von allen dreien. Ihre schlichten Scheiben werden bei niedriger Hitze beidseitig gebraten, und die Blüten werden zum Schluss mit der Blütenseite nach unten angedrückt.
Häufige Fragen
Kann ich normales Reismehl statt Klebreismehl nehmen?
Maangchis Rezept nennt ausdrücklich Klebreismehl (Sweet Rice Flour). Keine der hier genutzten Quellen hat normales Reismehl getestet, deshalb gibt es keine Grundlage für die Aussage, dass es dieselbe zart-zähe Konsistenz ergibt. Verwenden Sie Klebreismehl.
Kann ich Blumen aus meinem Garten oder Azaleen wie im alten Brauch nehmen?
Nein. Das Azaleenpflücken, das VISITKOREA und die Encyclopedia of Korean Culture beschreiben, ist Kulturgeschichte und keine Anleitung zum Sammeln. Verwenden Sie nur Blüten, die im Handel als essbar verkauft werden und bei denen Blütenart und Verwendung als Lebensmittel angegeben sind. Garten-, Wild- und Zierblumen sind ausgeschlossen.
Was, wenn ich keine essbaren Blüten finde?
VISITKOREA beschreibt zu Blumen geformte Blätter, Manna-Flechte oder Jujuben als traditionellen Ersatz. Das ist eine andere Art der Verzierung als im Rezept hier. Sie können die Küchlein auch schlicht mit Honig servieren.
Warum niedrige Hitze?
Maangchis Rezept senkt die Hitze, sobald das Öl warm ist, damit die Küchlein weiß bleiben. Die Unterseiten sollen nur leicht knusprig werden.
Ist Honig für alle unbedenklich?
Nein. Das japanische Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales rät, Babys unter einem Jahr keinen Honig und keine honighaltigen Speisen zu geben, auch nicht nach normalem Garen.
Kann ich Hwajeon vorbereiten?
Keine der hier verwendeten Quellen enthält Hinweise zur Aufbewahrung, deshalb nennt dieser Artikel keine Aufbewahrungsdauer. Die Küchlein sind dafür gedacht, frisch zubereitet mit Honig und Tee serviert zu werden.
Wie isst man es traditionell?
VISITKOREA und die Encyclopedia of Korean Culture beschreiben Hwajeon, das in Honig getunkt oder mit Zucker bestreut wird. Maangchi serviert es mit Honig beträufelt und mit Tee.
Quellen
- Maangchi, "Pan-fried sweet rice cakes with edible flowers (Hwajeon)." Verwendet für jede Zutat, jede Menge und jeden Schritt dieses Rezepts: die 10 Küchlein, die Scheiben von 6–7 cm, die Hitzestufen, das einsekündige Andrücken der Blüten und das Servieren mit Honig oder selbst gemachtem Sirup und Tee. https://www.maangchi.com/recipe/hwajeon
- Korea Tourism Organization (VISITKOREA), "Pan-Fried Flower Rice Cake (화전 / Hwajeon)." Verwendet für die Definition des Gerichts und den Azaleenbrauch am dritten Tag des dritten Mondmonats. Außerdem für die Blüten der Saison, die Verzierungen ohne Blüten (Blätter, Manna-Flechte, Jujuben), Honig oder Zucker als Abschluss und Seopjeon mit Soju aus der Gegend um Iksan. https://english.visitkorea.or.kr/svc/contents/contentsView.do?vcontsId=182049
- Academy of Korean Studies, "화전," Encyclopedia of Korean Culture (한국민족문화대백과사전). Verwendet für die Definition und den Azaleenausflug im Frühling, den die Enzyklopädie in die Goryeo-Zeit datiert. Außerdem für die Methode der Palastküche (ausrollen, mit Formen ausstechen, frittieren) und für Honig oder Zucker als Abschluss. https://encykorea.aks.ac.kr/Article/E0064862
- Korean Traditional Knowledge Portal / Rural Development Administration data, "hwa Jeon (Chrysanthemum Pancake)." Verwendet nur, um zu zeigen, dass eine überlieferte Version die Küchlein mit der Blütenseite nach oben ohne Wenden brät und Öl über die Oberseite löffelt. Ihre Mengenangaben werden in diesem Rezept nicht verwendet. https://koreantk.com/ktkp2014/food/food-view.view?foodCd=TF10003329&tempLang=en





























