Sate Padang aus West-Sumatra mit gelber Gewürzsauce und Reis nach Art von Lontong
Vorbereitung30 Min.
Garzeit1 Std. 20 Min.
Portionen4 Portionen
KücheIndonesisch

Sate Padang: Rindfleischspieße mit gelber Sauce aus West-Sumatra

Rezept für Sate Padang, das Straßengericht aus West-Sumatra: Rindfleisch in aromatischer Brühe gegart, als Spieß gegrillt und mit gelber, mit Reismehl gebundener Sauce übergossen. Unterschiede zwischen Padang und Pariaman, Ersatzzutaten, Aufbewahrung, häufige Fehler.

Gesamt: 1 Std. 50 Min.Schwierigkeit: Mittel

Cooking flow

Zubereitung

STEP 11 / 6

Die Aromapaste zubereiten

10 min

Gelbe Aromapaste für Sate Padang wird im Mörser zerstoßen
Kurkuma, Koriander und Kreuzkümmel mit Zwiebel und Ingwer zerstoßen – so entsteht die Duftbasis der Brühe

Rote Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Galgant, rote Chili, Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel und weißen Pfeffer im Mörser oder in der Küchenmaschine zu einer groben Paste verarbeiten. Ohne Feuer. Nicht ganz flüssig machen; aufhören, wenn noch kleine Zwiebelstücke zu sehen sind. Bei Kreuzkümmelsamen vorher mit der flachen Messerseite leicht zerdrücken: Der Duft kommt dann besser heraus.

STEP 22 / 6

Das Rindfleisch in der Aromabrühe garen

60 min

Rindfleisch gart bei schwacher Hitze in der gelben Aromabrühe
Das Rindfleisch nicht sprudelnd kochen: bei schwacher Hitze, die Aromabrühe nur leicht blubbernd, wird es weich

In einem dickwandigen Topf 2 EL Öl erhitzen und die Aromapaste 5 Minuten bei mittlerer bis schwacher Hitze anbraten. Wenn das Öl gelb durchzogen ist und der rohe Zwiebelgeruch verschwunden ist, 1,2 L Wasser, Rindfleisch, Salz, Rohrzucker, Zitronengras, Kaffirlimettenblätter, Lorbeer und Tamarinde zugeben. Bei mittlerer Hitze aufkochen und, sobald Schaum entsteht, auf schwache Hitze stellen. 50 Minuten garen, wobei die Oberfläche nur leicht blubbert, und aufhören, wenn ein Spieß mühelos eindringt, das Fleisch aber nicht zerfällt.

STEP 33 / 6

Das Fleisch schneiden und aufspießen

12 min

Gegartes Rindfleisch wird klein geschnitten und auf Bambusspieße gesteckt
Das vorgegarte Rindfleisch zerfällt leicht: abkühlen lassen und langsam auf kurze Bambusspieße stecken

Das Rindfleisch aus dem Topf nehmen und etwa 10 Minuten abkühlen lassen, bis man es anfassen kann. Die Brühe durchseihen, 700 ml abmessen und für die Sauce beiseitestellen. Das Fleisch in 2,5-cm-Würfel schneiden und je 3–4 Stücke auf einen Spieß stecken. Randstücke, die leicht zerfallen, nicht aufspießen; sie können fein gehackt als Einlage in die Sauce wandern. Ohne Feuer.

STEP 44 / 6

Die Spieße grillen und das Aroma zurückbringen

8 min

Rindfleischspieße für Sate Padang werden in der Grillpfanne gegrillt
Das gegarte Rindfleisch nur kurz grillen, damit die Oberfläche wieder Röstaroma bekommt

Eine Grillpfanne oder Pfanne 2 Minuten bei mittlerer Hitze erwärmen und dünn einölen. Die Spieße hineinlegen und auf jeder Seite 2 Minuten grillen. Unter dem Backofengrill gelten bei mittlerer Hitze 3 Minuten auf der einen und 2 Minuten auf der anderen Seite. Das Fleisch ist schon gar; bei starker Hitze lange zu grillen ist unnötig. Herausnehmen, wenn die Oberfläche leicht gebräunt ist und der Duft der Gewürze aufsteigt.

STEP 55 / 6

Die Sauce mit Reismehl binden

8 min

Schritt, in dem Reismehlwasser in die gelbe Brühe gegeben und zur gebundenen Sauce wird
Das Reismehlwasser in dünnem Strahl eingießen und bei schwacher Hitze weiterrühren: So gibt es weniger Klümpchen

Die durchgeseihte Brühe (700 ml) in den Topf zurückgeben und bei mittlerer Hitze bis zum leichten Köcheln erwärmen. 40 g Reismehl mit 100 ml Wasser gut anrühren und in dünnem Strahl unter Rühren mit dem Schneebesen in den Topf gießen. Auf schwache Hitze stellen und 5–6 Minuten köcheln lassen, dabei mit einem Holzlöffel den Topfboden abstreichen. Als Richtwert gilt eine glatte Sauce ohne weiße Klümpchen, etwas dicker als eine Cremesuppe: Sie bleibt als dünne Schicht auf dem Löffelrücken und zieht beim Herabfließen langsam eine Linie. Ist sie zu dick, jeweils 2 EL heißes Wasser zugeben; ist sie zu dünn, jeweils 1 Minute länger bei schwacher Hitze kochen.

STEP 66 / 6

Mit dem Lontong-Reis anrichten

5 min

Anrichten des Sate Padang: gegrillte Rindfleischspieße und Reis mit gelber Sauce übergossen
Die gelbe Sauce kurz vor dem Servieren noch heiß darübergießen: So haftet sie besser an Reis und Spießen

Auf den Teller den Reis nach Art von Lontong, die Gurke und die gegrillten Spieße legen. Ohne Feuer. Heiße gelbe Sauce über Spieße und Reis gießen und Röstzwiebeln darüberstreuen. Die Limette daneben legen; wer mehr Schärfe möchte, gibt etwas Sambal dazu. Die Sauce wird beim Abkühlen schwer; gießt man sie erst kurz vor dem Servieren darüber, legt sie sich ganz natürlich um Reis und Spieße.

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Ingredients

Zutaten

1 / 3

Rindfleisch und Brühe

Zutat Menge Ersatz und Hinweise
Rindfleisch am Stück: Wade, Schulter oder Querrippe 600 g Zunge, Herz und Pansen eher für Geübte. Dünne Scheiben sind ungeeignet
Wasser 1,2 L Heißes Wasser nachgießen, wenn die Brühe zu stark einkocht
Salz 1 1/2 TL Würzt Brühe und Fleisch
Heller Rohrzucker 1 TL Rundet die Ecken ab. Nicht süß machen
Neutrales Öl 2 EL Zum Anbraten der Aromapaste
Zitronengras 2 Stängel Die unteren 10 cm anklopfen. Getrocknet: 2 TL
Kaffirlimettenblätter 3 Tiefgekühlt geht auch. Sonst weglassen
Lorbeerblatt 1 Ersatz für daun salam
Tamarindenpaste 1 TL Sonst am Ende 2 TL Zitronensaft
Bambusspieße 16–20 Etwa 15 cm. 30 Minuten in Wasser einlegen
2 / 3

Aromapaste

Zutat Menge Ersatz und Hinweise
Rote Zwiebel oder Zwiebel 120 g Ersatz für die lokale Schalotte
Knoblauch 4 Zehen Etwa 20 g
Ingwer 20 g Dünn geschält
Galgant 20 g Ohne Galgant 10 g Ingwer mehr. Das Aroma ändert sich
Rote Chili 1–2 Für weniger Schärfe die Kerne entfernen
Kurkuma 1 1/2 TL Frisch 20 g. Kern von Farbe und erdigem Duft
Korianderpulver 1 EL Basis des Aromas. Nicht weglassen
Kreuzkümmelsamen 1 TL Leicht zerdrücken. Gemahlen: 3/4 TL
Weißer Pfeffer 1/2 TL Schwarzer Pfeffer geht auch
3 / 3

Gelbe Sauce und Anrichten

Zutat Menge Ersatz und Hinweise
Kochbrühe 700 ml Bei Bedarf heißes Wasser zufügen
Reismehl 40 g Auch „Joshinko“-Reismehl geht. Nur Stärke vermeiden
Wasser 100 ml Zum Anrühren des Reismehls
Salz 1/4 TL und mehr Am Ende abschmecken
Heller Rohrzucker 1/2 TL Nicht übertreiben
Fest gekochter Reis 600 g Ersatz für Lontong. Zum Schneiden abkühlen lassen
Gurke 1 In dünnen schrägen Scheiben
Röstzwiebeln 3 EL Ersatz für bawang goreng
Limette oder Zitrone 1 In Spalten
Sambal nach Geschmack Schärfe am Tisch ergänzen
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Gelbe Sauce über den Spießen: das Sate aus West-Sumatra

Wer Spieße nach Art von Yakitori erwartet, wird vom Sate Padang auf dem Teller überrascht: Die dicke gelbe Sauce bedeckt das Fleisch so, dass man den Umriss kaum noch sieht. Anders als das süße Sate Ayam mit Erdnusssauce treten zuerst die Düfte von Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel, Galgant und Zitronengras hervor. Weniger süß als vielmehr ein gegrillter Spieß, der das Aroma einer heißen Brühe trägt.

Sate Padang ist ein Rindfleisch-Sate, das in der Minangkabau-Kultur West-Sumatras in Indonesien beliebt ist. Rindfleisch, Rinderzunge oder Innereien werden zuerst in aromatischer Brühe weich gegart, dann aufgespießt, zum Aroma gegrillt und mit derselben, mit Reismehl gebundenen Brühe übergossen. Ein Spieß, der zuerst gekocht wird; ein Grillgericht, bei dem am Ende die Sauce die Hauptrolle spielt. Diese zwei Stufen unterscheiden es deutlich von anderen Sate.

In der heimischen Küche müssen Zunge oder Innereien beim ersten Mal nicht sein. Mit einem Stück Rindfleisch am Stück – Wade, Schulter oder Querrippe –, in aromatischer Brühe gegart, dann klein geschnitten und aufgespießt, entsteht ein Teller, der dem Original recht nahe kommt. Wichtig ist, das Fleisch nicht nur zu grillen, sondern den Duft der Brühe in die Reismehlsauce zurückzuführen.

Dieser Artikel dreht sich um die gelbe Sauce nach Padang-Art, mit einem Rindfleisch am Stück, das man im Supermarkt bekommt. Die starke Schärfe vor Ort wird etwas gedämpft und lässt sich am Tisch mit Sambal einstellen. Wir gehen durch, was Zweifel macht: die Gewürze beim Einkauf, Klümpchen in der Reismehlsauce, die Zähigkeit des Fleischs, Aufbewahrung und Aufwärmen.

Zur Schreibweise

Auf Indonesisch schreibt man sate Padang, im englischsprachigen Raum auch Padang satay. Dieser Artikel schreibt „Sate Padang“. Padang ist eine Stadt in der Provinz West-Sumatra, und der Name des Gerichts umfasst auch die Stile der Umgebung.


Hintergrund: Padang, Pariaman und die lange Geschichte der Straßensauce

Kleine Schalen mit gelber, rötlicher und brauner Sauce zeigen die regionalen Unterschiede beim Sate Padang
Farbe und Schärfe der Sate-Padang-Sauce wechseln je nach Region. Zu Hause beginnt man am besten mit der gelben Padang-Version

Indonesische Sate unterscheiden sich regional zu stark, um sie unter einem Namen zusammenzufassen: die süße Erdnusssauce aus Java und Madura, das Sate Lilit aus Bali, bei dem Fisch oder Huhn um den Spieß gewickelt wird, das Sate Kambing aus Ziegenfleisch mit süßer Sojasauce. Unter ihnen fällt das Sate Padang dadurch auf, dass es die Brühe, in der das Rindfleisch gegart wurde, in die Sauce zurückführt.

Nach lokalen Darstellungen wechseln Farbe und Schärfe des Sate Padang rund um Padang, Pariaman und Padang Panjang. Grob gesagt neigt Padang zu Gelb, Pariaman zu einem kräftigen Rot und mehr Schärfe, Padang Panjang zu einem dichteren Braun. Alle zu Hause nachzubauen, würde den Artikel zersplittern; als Maßstab dient hier deshalb die gelbe Padang-Version.

Stil Eindruck der Sauce Schärfe Für die heimische Küche
Padang Gelb vom Kurkuma, mit Reismehl gebunden Mittel Gut für den Anfang: Umriss von Fleisch und Sauce sind klar
Pariaman Die Farbe der roten Chili tritt vor Schärfer Später am Tisch mit Sambal nachstellen
Padang Panjang Braun, mit kräftigen Gewürzen Mittel bis scharf Die Brühe etwas stärker einkochen, dann kommt man nahe heran

Das Stück Rindfleisch ist die Frage, die am meisten Zweifel weckt. Vor Ort verwendet man gern Zunge und Innereien, doch zu Hause sind Vorbereitung und Geruchskontrolle schwierig. Beim ersten Mal ist es sicherer, Wade oder Schulter so lange zu garen, bis man sie aufspießen kann. Anders als beim bloß gegrillten Sate gibt es hier einen Garschritt: Mit Zeit wird auch ein etwas festeres Stück gut essbar.

Die mit Reismehl gebundene Sauce ist ebenfalls der Dreh- und Angelpunkt. Nur mit Speisestärke wird sie durchsichtig wie eine chinesische Sauce, mit Weizenmehl wird sie schwer. Reismehl trübt sanft und hält das Gelb der Gewürze fest; es führt näher an die Straßensauce des Sate Padang heran.


Zutaten (für 4 Personen): Rindfleisch und gelbe Sauce getrennt denken

Küche mit Rindfleisch, Reismehl, Gewürzen, Aromagemüse und Bambusspießen für das Sate Padang
Rindfleisch, Reismehl, Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel und Zitronengras vorher abzuwiegen, beruhigt die Arbeit

Für 4 Personen ergibt das etwa 16 kleine Spieße. Als Hauptgericht reicht es für 4 Personen; mit Nasi Uduk und Gemüsegerichten wird es für 5–6 zum Naschen. Ist das Rindfleisch zu mager, wirkt es hart: Neben der Wade kommen auch Schulter oder Querrippe in Frage.

Allergenhinweise

Dieses Gericht enthält Rindfleisch. Handelsübliche Röstzwiebeln, Sambal und Gewürzmischungen können Weizen, Soja, Garnelen oder Nüsse enthalten. Prüfen Sie die Zutatenliste und ersetzen Sie sie bei Allergien durch geeignete Produkte.

Reis nach Art von Lontong einfach vorbereiten

600 g warmen, fest gekochten Reis auf Frischhaltefolie legen und zu einem Rechteck von etwa 2 cm Dicke festdrücken. Wenn er etwas abgekühlt ist, etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen und dann in 2,5-cm-Würfel schneiden. Es ist weder echtes Lontong noch Ketupat, erfüllt aber die Aufgabe, die gelbe Sauce aufzunehmen, sehr gut. Fehlt die Zeit, serviert man einfach eine kleine Portion weißen Reis daneben.


Einkaufsfragen: ins Aroma investieren, nicht ins Fleisch

Rindfleisch, Zwiebeln und Reismehl bekommt man im nächsten Supermarkt. Suchen lohnt sich bei den Gewürzen, die das Aroma des Sate Padang bestimmen. Vor allem Kurkuma, Koriander und Kreuzkümmel bilden das Gerüst der gelben Sauce. Sie lassen sich auch für Rendang und Soto Ayam verwenden, es bleibt also kein Einzelkauf.

Die gelbe Farbe bekommt man auch mit Currypulver, doch das rückt leicht in Richtung Curry nach japanischer Art. Beim Sate Padang gelingen das Erdige und das Straßenhafte der Reismehlsauce leichter, wenn man Kurkuma allein verwendet.

Kreuzkümmel geht auch gemahlen, doch als Samen leicht zerdrückt bleibt in der Tiefe der Brühe eine geröstete Note. Anders als in der indischen Küche, wo man ihn im Öl aufspringen lässt, löst man ihn hier als Teil der Aromapaste in der Brühe auf.

Korianderpulver sorgt nicht für Schärfe, sondern für Fülle. In der Rinderbrühe rundet es die Schärfe von Ingwer und Galgant ab, damit die Reismehlsauce nicht eintönig wird.


Zubereitung: garen, aufspießen, grillen, die Brühe in die Sauce zurückführen

Der Geschmack des Sate Padang steht fast fest, bevor gegrillt wird. Eine dünne Aromabrühe macht auch die Sauce zum Schluss blass; kocht man das Fleisch hingegen stark sprudelnd, wird es hart. Bei mittlerer Hitze entfaltet man die Düfte, bei schwacher macht man das Fleisch weich, und erst am Ende grillt man für die Röstnote. In dieser Reihenfolge geht man vor.

Den Zweck des Grillens nicht verwechseln

Beim Sate Padang wird das Fleisch nicht gegrillt, um es gar zu machen, sondern um dem gegarten Fleisch wieder Röstaroma zu geben. Bei starker Hitze verbrennt es und wird hart: kurz grillen und nur die Farbe holen.


Entscheidungstabelle, um in der Alltagsküche dem Original nahe zu kommen

Liest man nur die Zutatennamen, wirkt das Sate Padang schwierig, doch nach Rollen getrennt fällt die Entscheidung leicht. Was sich nicht bewegen lässt: das Garen des Rindfleischs, die gelben Gewürze, die Bindung mit Reismehl. Was sich bewegen darf: das Fleischstück, die Schärfe, die Art des Lontong.

Wo man zweifelt Näher am Original Realistische Lösung Urteil
Fleisch Zunge, Innereien, Rindfleisch Wade, Schulter, Querrippe Beim ersten Mal ist Fleisch am Stück handlicher
Aroma Schalotte, Galgant, Kurkumablatt Zwiebel, mehr Ingwer, Lorbeer Statt Nachbau lieber die Brühe aromatischer machen
Farbe Frischer Kurkuma Kurkumapulver In Übermaß bitter: in Teelöffeln dosieren
Bindung Reismehl „Joshinko“-Reismehl möglich Nur Stärke ergibt eine andere Textur
Schärfe Viel mitgegarte Chili Wenig Chili, Sambal separat Jeder kann die Schärfe selbst einstellen
Reis Lontong, Ketupat Fest gekochten Reis pressen Beim ersten Mal reicht weißer Reis
Grillen Holzkohle Grillpfanne, Backofengrill Kurz, um das Aroma zurückzubringen

Ohne Galgant ist Ingwer allein kein vollständiger Ersatz. Galgant hat mehr Zitrus und Holz als Ingwer und macht den Nachgeschmack der Brühe leichter. Wer aber zum ersten Mal kocht, hat mit etwas mehr Zitronengras und Kaffirlimettenblättern eine größere Einkaufschance als bei der Suche nach Galgant.

Mit Speisestärke statt Reismehl entsteht eine durchsichtige Sauce, die sich vom matten Gelb der Sate-Padang-Sauce entfernt. Fehlt Reismehl ganz, kauft man besser „Joshinko“-Reismehl, als 2 TL Stärke und 2 TL Weizenmehl in Wasser anzurühren. Reismehl lässt sich auch für Frittierteig und Reismehl-Pfannkuchen verwenden, es bleibt also nicht liegen.


Fehlerursachen: Fleisch zäh, Sauce klumpig, Geschmack schwach

Vergleich einer zu dünnen Sauce mit einer richtig gebundenen gelben Sauce
Die Sate-Padang-Sauce ist gut zu handhaben, wenn sie langsam auf dem Löffel bleibt
Fehler Hauptursache Korrektur
Fleisch zäh Stark sprudelnd gekocht, zu kurz gegart 20 Minuten bei schwacher Hitze verlängern. Heißes Wasser zugeben, damit die Brühe bleibt
Fleisch zerfällt Zu lange gegart, noch heiß geschnitten Erst abkühlen lassen, dann schneiden. Zerfallene Stücke in die Sauce geben
Sauce klumpig Reismehlwasser auf einmal eingegossen In einen anderen Topf durchseihen und bei schwacher Hitze neu verrühren
Sauce zu dünn Dünne Brühe, zu wenig Reismehl Bei schwacher Hitze einkochen. 2 TL Reismehl in Wasser anrühren und zugeben
Curry-Geschmack Zu viel Currypulver Mit Kurkuma, Koriander und Kreuzkümmel aufbauen
Aroma zu schwer Keine Säure, zu viel Öl Am Ende Limette ausdrücken und Gurke dazulegen

Gibt man Reismehl direkt in kochende Brühe, klumpt es sofort. Immer mit kaltem Wasser gut anrühren und in dünnem Strahl eingießen. Bleiben Klümpchen, nicht hektisch die Hitze erhöhen: bei schwacher Hitze bleiben und mit dem Schneebesen rühren. Sind es viele große Klumpen, geht es schneller, die Sauce durch ein Sieb zu gießen und dann in den Topf zurückzugeben.

Ist der Geschmack schwach, korrigiert man besser nicht allein mit Salz. Zuerst die Brühe etwas einkochen und das Aroma verdichten. Ist es immer noch zu schwach, gibt man etwas Koriander und Kreuzkümmel dazu, nicht Kurkuma: Mehr Kurkuma macht die Farbe dunkler, lässt aber Erdigkeit und Bitterkeit hervortreten.


Essen, Aufbewahren, Vorbereiten

Küche, in der Spieße, gelbe Sauce und Reis nach Art von Lontong in getrennten Behältern aufbewahrt werden
Bei der Aufbewahrung Spieße, Sauce und Reis trennen. Beim Aufwärmen die Sauce zuerst erhitzen, dann lässt es sich leichter essen

Das Sate Padang ist mit Reis komplett. Satt wird man eher, wenn der Lontong-artige Reis oder fester weißer Reis die gelbe Sauce aufsaugt, als wenn man nur die Spieße knabbert. Daneben sorgen Gurke, Limette, Sambal und leichtes Gemüse dafür, dass die dichte Sauce nicht schwer wird.

Am Tisch läuft es besser, wenn man nicht gleich alle scharf macht. In die Tellermitte kommen Reis und Spieße, darüber reichlich gelbe Sauce. Die Schärfe stellt man mit Sambal ein, die Säure mit Limette, die Leichtigkeit mit Gurke – jeweils getrennt. Weil das Reismehl die Sauce schwer macht, legt man diese Erfrischer lieber in kleinen Mengen an den Rand desselben Tellers als außerhalb des Tellers: So kommt man bei jedem Bissen leichter darauf zurück.

Bei weißem Reis passt es besser, ihn dünn auf einem flachen Teller auszubreiten als in einer Schale: Die Sauce legt sich um die Reisoberfläche, und man kann das von den Spießen gezogene Fleisch gleich mit aufnehmen. Für Kinder oder Menschen, die Schärfe nicht mögen, gießt man weniger Sauce darüber und stellt ein Schälchen zum Nachnehmen dazu: So bleibt weniger übrig. Für Erwachsene bringt frisch ausgedrückte Limette und noch ein paar Röstzwiebeln kurz vor dem Essen den Duft eines Straßenstands zurück.

Für ein indonesisches Menü ist es besser, es vom Rendang, ebenfalls Rind, aber reichhaltiger, auf einen anderen Tag zu legen. Als weiteres Spießgericht bietet sich das Sate Ayam mit süßer Erdnusssauce zum Vergleich an, als Reisgericht das Nasi Uduk mit sanftem Kokosduft, und zum Einstellen der Schärfe der Sambal-Ersatz.

Zur Aufbewahrung Spieße, Sauce, Reis und Gemüse trennen. Gegrillte Spieße nach dem Abkühlen im Kühlschrank bis zum nächsten Tag. Die Sauce in einem sauberen Behälter etwa 2 Tage kalt stellen. Reismehlsauce wird beim Abkühlen fest: Zum Aufwärmen in den Topf geben, 2–3 EL heißes Wasser zufügen und bei schwacher Hitze rühren. Nur in der Mikrowelle wird nur der Rand fest; besser im Topf zurückholen.

Zum Einfrieren eignet sich nur das gegarte Fleisch vor dem Grillen. Ohne es aufzuspießen portionsweise einfrieren und innerhalb von 2 Wochen verbrauchen. Im Kühlschrank auftauen, am selben Tag aufspießen und grillen. Reismehlsauce trennt sich beim Einfrieren leicht; besser nur die Brühe einfrieren und am Essenstag mit Reismehl neu binden.


Häufige Fragen

Geht es auch mit dünn geschnittenem Rindfleisch?

Wir raten ab. Sate Padang ist ein Gericht, bei dem das Fleisch gegart und dann aufgespießt wird; dünne Scheiben zerfallen leicht und geben nicht den Biss eines Spießes. Wer es trotzdem möchte, gart die Scheiben nicht, würzt sie mit einer Aromamarinade und grillt sie kurz als anderes Gericht.

Wie geht es mit Rinderzunge oder Innereien?

Rinderzunge ist leichter zu handhaben, wenn man sie überbrüht und gehäutet hat. Innereien brauchen eine Geruchsbehandlung; zu Hause sollte man sie nicht erzwingen. Wenn leichte Essbarkeit wichtiger ist als Lokalkolorit, genügen Wade oder Schulter.

Kann man Reismehl durch Stärke ersetzen?

In kleiner Menge bindet es, aber die Textur wird durchsichtig und gallertartig. Für die trübe gelbe Sauce des Sate Padang nehmen Sie Reismehl oder „Joshinko“-Reismehl. Mit Stärke etwa die halbe Menge Reismehl verwenden und nicht so fest kochen wie eine dicke Soße.

Geht es auch ohne Schärfe?

Ja. Nur eine rote Chili verwenden und die Kerne entfernen. Sambal in separater Schale servieren, jeder ergänzt nach Bedarf. Ganz ohne Chili wird das Aroma zu rund; auch wer keine Schärfe mag, gibt besser eine kleine Menge dazu, das strafft den Geschmack.

Ist es ohne Holzkohle nicht authentisch?

Der Holzkohleduft ist reizvoll, in der heimischen Küche aber nicht notwendig. Beim Sate Padang hat die Sauce viel Gewicht; mit Grillpfanne oder Backofengrill gebräunte Oberfläche genügt. Holzkohle im Haus ist gefährlich; versuchen Sie nicht, sie nachzustellen.

Wie weit lässt sich am Vortag vorbereiten?

Bis zum Garen des Rindfleischs am Vortag. Fleisch und Brühe getrennt kalt stellen; am Tag selbst das Fleisch schneiden, aufspießen und grillen und dann die Brühe mit Reismehl binden. Fertige Sauce wird kalt fest: besser am Essenstag fertigstellen.


Fazit: Sate Padang ist eher ein Brühen- als ein Grillgericht

Sate Padang ist weniger ein Grillspieß, als der Name vermuten lässt, sondern ein Gericht aus Brühe und Sauce. Man gart das Rindfleisch in aromatischer Brühe und führt deren Duft in die mit Reismehl gebundene Sauce zurück. Das abschließende Grillen dient nicht dem Garen, sondern der Röstnote auf der Fleischoberfläche.

Für den Anfang genügt es, Wade oder Schulter, Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel und Reismehl sauber zu beherrschen. Galgant und Kaffirlimettenblätter ergänzt man, soweit erhältlich. Wenn die gelbe Sauce Reis und Spieße umhüllt, entsteht eine Dichte wie am Straßenstand in West-Sumatra, ganz anders als beim Sate Ayam mit Erdnusssauce.

Wer weiter indonesisch kocht, vergleicht mit dem Sate Ayam, einem anderen Spießgericht, den Unterschied zur süßen Erdnusssauce; für ein reichhaltigeres Rindfleischgericht geht es zum Rendang. Als Gemüseteller neben dem Reis passt auch Gado-Gado. Hat man die Gewürze einmal beisammen, lässt sich von West-Sumatra aus weit auf die Tische des ganzen Archipels ausgreifen.